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Mar 11, 2007
687
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Man kann, glaube ich, keinen, den man Mitte des 19. Jhs als Kommunisten oder Sozialisten bezeichnet hat, heute immer noch so nennen. Diese politischen Ideologien haben in der Art und Weise, wie sie schließlich praktiziert wurden, fast ihren gesamten Sinn vollständig verloren. Die eigentlichen Grundgedanken - gerechter Zugang zu Wohlstand, Bildung und Recht, sind heute in fast allen Menschen tief verankert.
 

unmerged(75409)

Field Marshal
Apr 30, 2007
7.727
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Man kann, glaube ich, keinen, den man Mitte des 19. Jhs als Kommunisten oder Sozialisten bezeichnet hat, heute immer noch so nennen. Diese politischen Ideologien haben in der Art und Weise, wie sie schließlich praktiziert wurden, fast ihren gesamten Sinn vollständig verloren. Die eigentlichen Grundgedanken - gerechter Zugang zu Wohlstand, Bildung und Recht, sind heute in fast allen Menschen tief verankert.

Na ja der Grundgedanke des Kommunismus ist ja wohl ein anderer... :p

Wohlstand, Bildung und Recht sind das was man am Ende eines langen Weges irgend wann man bekommt, aber bis dahin geht es im Kommunismus nach Marx'scher Lehre zuerst einmal darum eine Menge Fesseln zerschlagen: Die böse Kirche, das böse Privateigentum, die schändliche Moral altbürgerlicher Prägung auf dem Gebiet der Familie usw., die verwerfliche Vorherrschaft der Bourgeoisie auf allen Gebieten des Geschmacks und der Massenkultur, die Ideen der humanistischen Bildung die doch eh nur dazu dient das Nichtstun und Lernen unnützer Dinge zu fördern, und so weiter und so fort.

Stimmt schon dass die Kommunisten der ersten Stunde letzten Endes sehr löbliche Ziele erreichen wollten... aber die beabsichtigten Methoden waren schon bei ihnen abstoßend. Wie sagt das Sprichwort noch so schön - der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten.
 
Last edited:
Oct 8, 2009
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Na ja der Grundgedanke des Kommunismus ist ja wohl ein anderer... :p

Wohlstand, Bildung und Recht sind das was man am Ende eines langen Weges irgend wann man bekommt, aber bis dahin geht es im Kommunismus nach Marx'scher Lehre zuerst einmal darum eine Menge Fesseln zerschlagen: Die böse Kirche, das böse Privateigentum, die schändliche Moral altbürgerlicher Prägung auf dem Gebiet der Familie usw., die verwerfliche Vorherrschaft der Bourgeoisie auf allen Gebieten des Geschmacks und der Massenkultur, die Ideen der humanistischen Bildung die doch eh nur dazu dient das Nichtstun und Lernen unnützer Dinge zu fördern, und so weiter und so fort.

Stimmt schon dass die Kommunisten der ersten Stunde letzten Endes sehr löbliche Ziele erreichen wollten... aber die beabsichtigten Methoden waren schon bei ihnen abstoßend. Wie sagt das Sprichwort noch so schön - der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten.

Na haben wir alle zusammen ein kleines Problem mit Geschichte? :rolleyes:
Da Andreas Hofer von 1767 bis 1810 lebte, wird es ihm ja wohl kaum möglich gewesen sein Kommunist zu werden oder?
Die sozialen Bewegungen, die im Großen und im Ganzen den Anarchismus (als älteste soziale Arbeiterbewegung), die Sozialdemokratie, den Sozialismus und eben den Kommunismus (als jüngste soziale Bewegung etwa ab 1905) umfassen, entstanden erst nach den (gescheiterten) bürgerlichen Revolutionen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, also rund 40-50 Jahre nach dem Tode von Andreas Hofer. Somit konnte er beim allerbesten Willen gar kein Kommunist werden. Den Ausdruck und die Ideologie gab es damals zu seinen Lebzeiten ja überhaupt noch gar nicht!

Freilich lässt sich trefflich streiten ob er einer geworden wäre, wenn er 90-100 Jahre später geboren wäre und in einer Fabrik malocht hätte und seine Kinder in der feuchten Butze an Typhus verreckt wären.
Ich vermute mal: Ja! Aber da kann ich mich auch natürlich irren. ;)
 

Syt

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Ich würde Andreas Hofer heute eher als religiösen Fundamentalisten à la Taliban sehen.

Zumindest war der sog. Tiroler Freiheitskampf viel zu religiör geprägt, um tatsächlich kommunistisch zu sein.