Welche Republik hast du denn gespielt und war deine Dynastie durchgehend Doge ?
Pisa, D'Appiano. Ich war nicht durchgehend Doge, aber ich habs auch gar nicht drauf angelegt, weil Doge sein kann sogar recht lästig sein. Man kann sich als nicht-Dogen Familie viel besser aufs expandieren und Geld verdienen konzentrieren, da man nicht dauernd an die strategische Situation der Stadt als ganzes denken muss.
Wenn mans drauf anlegt, dann könnte das eventuell aber schon klappen. Man müsste halt immer alte Verwandte als Erben bestimmen (Kinder haben immer 0 Ruf oder wie das heißt und fangen erst mit 16 an Punkte zu sammeln!) und Geld dazubuttern. Dann nimmt man aber vermutlich suboptimale Werte in Kauf. Außerdem muss man dann seine Verwandten verheiraten, anstatt zu warten, bis sie sich selber einen Ehepartner suchen, was viel mehr Geld kosten wird. Die Verwandschaft wird wesentlich größer werden und die Familie bekommt ja einen Anteil am Verdienst, je nach Verwandschaftsgrad. Und weniger Geld macht alles wesentlich schwerer, noch viel mehr als im normalen Spiel. Das ganze natürlich, weil die Konzentration auf einen oder zwei Söhne schlecht für den Wahlerfolg ist.
Würde sagen, es kommt drauf an, was man will, selbst wenn man meistens Doge wird, ist das nicht umbedingt die beste Strategie. Ich habe zB mit Söldnern Cork geholt, und dann in der Nordsee um England und Irland eine riesen Handelszone aufgemacht. Das ist viel zu einfach eigentlich, und schlicht ein Balanceproblem, weil man da oben null Konkurrenz hat und die Iren gegen Söldern keine Chance. Das Geld dafür hatte ich aber, weil ich eben nicht als Doge öfters Söldner bezahlen musste, denn Embargokriege und ähnliches kann man als Doge nur schwer ignorieren, wenn man die verliert, tut das echt weh. Bin jetzt auch Herzog/Doge von Deheubarth und könnte mich selbstständig machen, wenn ich wollte. Glaube nicht, dass ich das als Doge so gut geschafft hätte, außer ich hätte alles andere ignoriert. Aber warum hab ich dann so viel Aufwand betrieben um Doge zu werden?
Und noch ein kurzes Beispiel, wie schlimm Embargokriege werden können: Venedig hatte bei mir so ziemlich das ganze Byzantinische Reich, aber sonst nicht viel. Verlorener Embargokrieg, und Venedig war als Konkurrent für Pisa und Genua erstmal erledigt. Too many eggs in one basket.

Ist aber interessant, weil so hat man einen Anreiz, eher auf Handelszonen zu setzen, die möglichst viele unterschiedliche Herrscher einschließen, weil man dann durch Embargo nur kleine Teile verlieren kann. Auch da ist Irland natürlich perfekt.