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unmerged(74032)

Count of Cayenne
Apr 10, 2007
921
0
Schön ein deutsches AAR zu lesen. Habe schon lange keins mehr gesehen. Auch wenn ich kein großer Fan von EU3 AARs bin, da EU3 generell mehr abstrahiert als Victoria oder CK, muss ich sagen machst du gute Arbeit.
 

EHzg Johann

Major
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Bitte entschuldigt die lange Pause, ich hab gerade einen riesigen Haufen Schreibarbeit auf meinem Tisch auf mich warten und kann mich abends einfach nicht dazu aufraffen, meine Notizen fuer den AAR in einen fluessigen Text zu fassen.
Es wird aber mittelfristig weitergehen, je nach Arbeitslage frueher oder spaeter.

Wie geht's der Arbeitslage? Schon was in Aussicht, wann es weitergeht? :)

Wäre schade wenn der AAR sterben würde. :(
 
Aug 14, 2006
770
2
Wie geht's der Arbeitslage? Schon was in Aussicht, wann es weitergeht? :)

Wäre schade wenn der AAR sterben würde. :(

Der AAR wird auf jeden Fall beendet, keine Sorge. Im Augenblick sieht's aber eher schlecht aus. Frag in drei Wochen nochmal, falls bis dahin noch nichts geschehen ist.
 

unmerged(74032)

Count of Cayenne
Apr 10, 2007
921
0
Derweil möchte ich auf mein AAR Napoleon beider Sizilien hinweisen, dass auch auf deutsch ist und auch das Königreich beider Sizilien behandelt.

Damit sinds schon zwei deutsche AARs, da geht doch was :D.
 
Aug 14, 2006
770
2
Teil 9: Die Französischen Kriege

1683 mußte das Inkareich seine Ansprüche auf Cuzco beschränken und eine grosse Menge Gold nach Palermo abführen, nachdem es in einer kurzen Kampagne von der sizilianischen Kolonialarmee besiegt worden war.
Im heimatlichen Europa sah sich die sizilische Regierung seit einiger Zeit einem grösseren Problem gegenüber. Genua sperrte den direkten Zugang zu den vor einer Weile ins Reich geholten ehemaligen savoyischen Provinzen. Eine kleine unbedeutende Handelsstadt wagte es, der geballten Macht der sizilischen Krone Widerstand zu leisten! Nach kurzem Zögern erklärte Ferdinando 1684 den Krieg und die Armee marschierte in Liguria ein und belagerte die Stadt Genua. Tripoli, als Genuas Verbündeter in den Krieg eingetreten, mußte kurze Zeit später seine Ansprüche auf Libya aufgeben und die sizilischen Besitzungen um Cyreneika erweitern. Im folgenden Jahr gab die genoesische Regierung schließlich den aussichtslosen Kampf auf.

Sizi-1686.jpg


In Folge des Friedensschlusses waren alle Festlandsgebiete Italiens unter sizilische Regierung, mit einer entscheidenden Ausnahme: Savoyen, ein kleines, unbedeutendes Gebiet in den Alpen. Obwohl schon vor langer Zeit an Frankreich verloren, folgten die Bewohner immer noch italienischen Gebräuchen.
Um sich für den anstehenden Kampf gegen dis stärkste Macht in Europa, wenn nicht gar der Welt zu wappnen, begann der König ein intensives Flottenentwicklungsprogramm und verstärkte die Marine mit Zweideckern (1684) und später den neuen schweren Fregatten (1692). Eine Allianz und Staatsehe mit Kastilien wurde mit dem Ziel abgeschlossen, im anstehenden Kampf gegen die übermächtig erscheinenden Franzosen eine zweite Front zu eröffnen. Im Jahr 1688 beanspruchte die sizilische Krone in Folge diplomatischer Verwicklungen und Intrigen Gebiete, die zu dieser Zeit unter der Kontolle rivalisiernder Mächte standen: Kroatien, Konstanz, Chiquitos und, im Augenblick viel bedeutender, die französische Dauphine. Die Kriegsvorbereitungen gegen Frankreich, in aller Heimlichkeit betrieben, nahmen immer gewaltigere Formen an und kostete die Krone viel vom angesparten Kriegsschatz. Die natürliche Lösung dieser temporären finanziellen Engpässe war, wie schon so oft, Südamerika. Im Jahr 1690 annektierte Sizilien die letzte Hochburg der Inkas, Cuzco, und plünderte 1500 Dukaten in Chimu, das außerdem alle Gebietsansprüche außer auf seine Hauptstadt aufgab.
Die Kriegserklärung an Frankreich erfolgte im Jahr 1694, das zu diesem Zeitpunkt in Kampfe mit Kastilien, Daenemark und Krimea verstrickt war. In einer strategischen und logistischen Meisterleistung überrollten sizilische Korps den Südosten Frankreichs und drangen bis an den Atlantik im Westen und die Champagne im Norden vor. Innerhalb von zwei Jahren war Frankreich so vollkommen geschlagen, daß es in die Abtretung der beiden wichtigsten sizilischen Kriegsziele, Savoyen und Dauphine an Ferdinando einwilligte, während die elsäßichen Gebiete an Siziliens Verbündeten Baden abgetreten wurde. Zusätzlich mußte das gedemütigte Frankreich der Unabhänigkeit von Guyenne zustimmen.

Sizi-1696.jpg


Nach Abschluß des Krieges mündete die während der Belagerungen gewonnen Erfahrungen in neuer Artillerietaktik und dem Guß neuer Geschütze (Cohoern Mörser). Eine erneute königliche Hochzeit mit Baden intensivierte die schon außerordentlich guten Beziehungen zwischen den Monarchen.
Das neue Jahrhundert, das achzehnte, hatte gerade begonnen, als sich die Geheimdienstoptionen Siziliens durch Spionage (Regierungstechnologie 33) deutlich erweiterte wurde. 1702 ließ neue Gesetzgebung die Einrichtung von Aktiengesellschaften zu, 1703 folgte die Regulierung von Importen sowie eine weitere Zentralierung der Regierung. In der Folge gediehen Handel und Wandel im Reich.
Siziliens Thronrat beschloß, die Beziehungen zu Guyenne, schon durch ein Militärbündnis an Sizilien gebunden, durch eine Staatsehe zu verbessern. 1705 wurde schließlich Chimu annektiert und damit die Geschichte der Andenreiche beendet. Hinfort herrschte Siziliens König uneingeschränkt über diese Region.

Maria II folgte im Jahr 1709 ihrem Vater Ferdinando auf dem Thron des sizilischen Reiches, die erste Herrscherin seit der Zeit der letzten römischen Kaiser, die über die Gesamtheit Italiens herrschte.

Sizi-1708.jpg


In ihrem Geiste baute sich ein Bild einer Wiedergeburt des Imperiums unter dem Thron in Palermo auf; und genau dieses Bild würde ihr weiteres Handeln bestimmen. 1709 wurde die Infanterie Siziliens taktisch neu eingestellt und trat fortan in Linie dem Gegner entgegen (Linieninfanterie), um mit Wucht organisierten Musketenfeuers anstuermende Gegner zu vernichten.
Polen, das mächtige Reich im Osten des europäischen Einflußbereiches, sollte das erste Land sein, das die Reorganisation der sizilischen (oder in Marias Gedanken latinischen) Streitkräfte spüren sollte. Der wichtigste Grund Polen anzugreifen, war es, die ehemaligen römischen Provinzen in Dalmatien wieder unter italienische Herrschaft zu bringen.
1710 erklärte der sizilische Sondergesandte in Krakau den Krieg. Griechenland und Kastilien traten auf polnischer Seite in den Krieg ein, während auf sizilischer Seite Baden und Portugal beitraten. Marias militärische Berater hatten den Eintritt Kastiliens in den Krieg auf der Seite Siziliens erwartet, und die unvorbereiteten Neuweltprovinzen Siziliens gerieten schnell unter Druck durch die überlegenen kastilischen Einheiten. Sizilische Truppen drangen allerdings auf dem Balkan vor. Das disziplinierte Musketenfeuer der sizilianschen Infanterieformationen richtete fuerchterliche Massaker unter den angreifenden polnischen Kavallerieschwadronen an.
Jemen, Siziliens Nachbar auf der arabischen Halbinsel, benutzte die Gelegenheit, als die Mehrheit der sizilischen Truppen auf dem Balkan gebunden war, und erklärte zusammen mit einer mehrheitliche afrikanischen Allianz den Krieg.
1712 gelang es sizilischen Unterhändlern in Toledo gegen eine Zahlung von 350 sizilischer Dukaten den katilischen König zur Einstellung der Kriegshandlungen in den Kolonien zu bewegen. Ein kleiner Preis, da Polen kurze Zeit später den Forderungen Siziliens nachkommen mußte. Polen entließ Bulgarien und Böhmen in die Unabhängigkeit, zahlte 450 Dukaten und gab die Kontrolle von Kroatien und Dalmatien an das siegreiche Sizilien ab.

Sizi-1712.jpg


Der Krieg gegen Yemen und seine Verbündeten wurde im gleichen Jahr unter Wiederherstellung des Status Quo eingestellt. Maria hatte kein Interesse an Wüstengebieten, die wenig Einnahmen brachten und keinen weitere strategischen Zweck erfüllten.
Das folgende Jahr brachte eine diplomatische Offensive, Staatsehen wurden mit den neu eingesetzten Dynastien in Bulgarien und Böhmen geschlossen. Weite Teile der sizilischen Provinzen in Italien wurden zu Gebieten des Heiligen Römischen Reiches erklärt, und schließlich auch Palermo, was das Reich zu einem Mitglied im Fürstenstand des Reiches machte. Der Herrscher von Baden, von Gottes (und der Kurfürsten Gnaden) Kaiser, würdigte den Einsatz Siziliens für das Reich und machte die sizilische Herrscherin zur Kurfürstin.
Maria, obwohl sie nun rituell das Haupt vor Baden beugen mußte, sah dies als einen Schritt auf dem Weg, den alten Titel wieder beanspruchen und den Zusatz “Deutscher Nation” streichen zu können.
1714 erklärte Sizilien Frankreich erneut den Krieg. Frankreich, obwohl vor kurzem von Sizilien geschlagen, war immer noch stark genug, um Probleme verursachen zu können, während Siziliens Truppen anderweitig beschäftigt waren. Um diese Gefahr zu vermindern, fielen die sizilischen Armeekorps in Südfrankreich ein, während der treue Verbündete Baden Westfrankreich angriff. Bulgarien allerdings verließ die Allianz mit Sizilien, um lokalen Interessen nachzugehen.
Der zweite Französische Krieg sollte bis 1717 dauern und Sizilien die Provinzen Provence, Avignon und Auvergne bringen, während Frankreich auch Orleans in die Unabhänigkeit entlassen mußte.

Sizi-1717b.jpg


Frankreichs Macht war deutlich reduziert, aber immer noch waren die starken Reiche von Polen und Dänemark eine ernsthafte Bedrohung für das Reich. Auch waren Marias Ambitionen auf die Kaiserkrone und die Wiedererrichtung des wahren Römischen Reiches noch nicht gestillt.
 
Aug 14, 2006
770
2
Juhu! Es geht weiter

Versprochen ist versprochen! :)
Hatte nicht soviel Zeit, hoffe es ist qualitativ ok.
Naechstes Update wahrscheinlich bis Freitag naechste Woche.
 

mate0815

Field Marshal
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wirklich klasse - lese mit viel vergnügen mit.

... und bekomme langsam lust mal selbst ein aar zu spielen/schreiben... hmmm....

... vielleicht warte ich auch noch bis zum nächsten expansion-set... das announcement zu heir to the throne klingt ja recht vielversprechend....
 
Last edited:
Aug 14, 2006
770
2
... vielleicht warte ich auch noch bis zum nächsten expansion-set... das announcement zu heir to the throne klingt ja recht vielversprechend....

Bis Dezember wollte ich eigentlich fertig sein...:D

Weiss noch nicht genau, was ich von der neuen Erweiterung halten soll. Man wird sehen.
 

unmerged(74032)

Count of Cayenne
Apr 10, 2007
921
0
Immense Fortschritte, da kann man ja nur gratulieren. Aber dein Europa sieht ein bisschen hässlich aus mit Dänemark und Polen weit ab ihrer eigentlichen Spielwiesen.

Müsste nicht mal so langsam ein Event auftauchen in dem du Italien gründen kannst?
 
Aug 14, 2006
770
2
Immense Fortschritte, da kann man ja nur gratulieren. Aber dein Europa sieht ein bisschen hässlich aus mit Dänemark und Polen weit ab ihrer eigentlichen Spielwiesen.

Müsste nicht mal so langsam ein Event auftauchen in dem du Italien gründen kannst?

Daenemark und Polen werden im naechsten Update ein bisschen leiden muessen, aber allein durch ihre momentane Groesse ist es sehr langwierig groessere Gebietsgewinne zu machen.

Italien haette ich schon vor einiger Zeit formen koennen. habe mich aber dagegen entschieden, ich mag die sizilische Fahne :D

Momentan habe ich bis 1760 gespielt, das wird in der naechste Auflage abgehandelt, und danach bin ich fuer Vorschlaege offen.
 
Aug 14, 2006
770
2
Teil 10 Die Lage in Europa

Im Jahre 1722 trug die Sizilische Marine der Eroberung Südindiens und der dadurch gestiegenen Anforderung an die Schiffe Rechnung und begann, die als Truppentransporter obsolet gewordenen Flyten und Kauffahrer durch East Indiamen zu ersetzen. In der neuen Kavallerieschule lernten die Reiter, mehr auf das blanke Schwert zu vertrauen, als die eher ineffektiven Reiterpistolen zu benutzen (Arme Blache Kavallerie).

Als im Jahre 1723 Dokumente aufgefunden wurden, die Sizilien Ansprüche auf die Provinz Bern zugestanden, stellte Maria II ein Ultimatum, um ohne Blutvergießen die wichtigen Alpenübergänge unter sizilische Kontrolle zu bringen, wohl wissend, daß Österreich mit den Schweizern verbündet war. Auch Baden beschloß, die siegreiche Fahne Siziliens zu verlassen, um seiner Rolle als Kaiser gerecht zu werden. Schnell war Bern erobert (annektiert 1723) und die badischen und habsburgischen Festungen belagert. Besondere Verdienst fielen dabei den böhmischen Verbündeten Marias zu, die den Norden Österreichs kontrollierten. 1725 unterwarf sich der Herrscher von Baden als Vasall der sizilischen Krone.

Sizi-1725.jpg


Österreichs König wurde nach der Unterwerfung Badens von der Mehrheit der verbleibenden Kurfuersten zum neuen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Dies erzürnte Maria, die sich selbst schon im Purpurmantel gesehen hatte. Im Wiener Vertrag mußte Österreich die Gebiete Württemberg, Lienz und Kärnten abtreten.

Sizi-1725b.jpg


Im Jahre 1726 wurde eine neue Weltkarte angefertigt, die besonders das mächtige Königreich Sizilien und seine Kolonien zeigte:

Sizi-1726map.jpg


Die folgenden Jahre sahen einen großangelegten, aber weitgehend gescheiterten Versuch Siziliens, die französischen Südprovinzen durch Anstachelung von nationalitischen Aufständen zu unabhänigen Kleinkönigreichen zu machen. Lediglich Toulouse gelang es, sich unabhänig zu machen.

Eine wichtiger neuer Flottenstützpunkt wurde 1728 auf Sachalin gegründet, um als Ausgangspunkt für die Kolonialisierung von Kamtschatka und der Ostsibirischen Küste zu dienen. Noch während die Kolonialisten auf dem Weg waren, kam es zu einem Zwischenfall in den Sizilisch-Indischen Kronkolonien. Der amtierende Krongoverneur sah keinen anderen Weg als Dekkan den Krieg zu erklären. Marias Truppen wurden nominell von Orleans, Portugal und Böhmen unterstützt, auch wenn kein einzelner Soldat dieser Länder in den Kampfgebieten auftauchte. Tatkräftiger waren dagegen Dekkans Alliierte, die Mamelucken in Ägypten, Algerien, Khoresan und nicht zuletzt das Ottomanische Reich.
Der langwierige Kampf unter südlicher Sonne sollte sich für die Monarchin auszahlen: 1730 gaben die Ottomanen die südgriechischen Provinzen Morea, Athen und Achea unter sizilische Herrschaft und verzicheten auf Ansprüche auf Janina und Larissa.

Sizi-1730.jpg


Gut gelaunt schloß die Heeresleitung einen Separatfrieden mit den Mamelucken unter Wiederherstellung des Status quo ab.

Algier allerdings mußte die Norafrikabesitzungen Palermos um Sirt, Tripolitania und Gabes erweitern.

Sizi-1731.jpg


Zuletzt mußte Dekkan kleinbeigeben, und drei Provinzen dem sizilischen Statthalter in Indien übertragen.

Sizi-1731b.jpg


Während der Kriegsjahre wurden die ersten mächtigen Dreidecker in den italienischen Häfen auf Kiel gelegt, die in späteren Dekaden den Stolz der sizilsichen Marine und den Schrecken aller feindlichen Flotten werden sollten.

Immer noch im Jahr 1731, als die letzten Reste der Gefechte in Indien beseitigt wurden und langsam Ruhe im neuorganisierten Vizekönigreich Griechenland einkehrte, brach Unruhe in der französischen Region aus. Maria wurde von Toulouse, dem vor wenigen Jahren die Unabhängigkeit garantiert worden war, und vom sizilischen Verbündeten Orleans um Unterstützung angefleht. Ironischerweise waren die beiden Staaten im Krieg gegeneinander, und kein Historiker hat herausgefunden, warum Maria sich nach längerem Zögern entschloß, Toulouse zu unterstützen. Kurze Zeit später starb Maria, ohne die ersehnte Kaiserkrone in Besitz genommen zu haben. Auf dem Thorn folgte ihr Neffe Francesco I, der lediglich ein mittelmäßiges militärisches Geschick hatte.

Sizi-1732.jpg


Wie dem auch sei, die sizilischen Korps erreichten Toulouse erst, nachdem die Stadt gefallen und die Lande von Guyenne vasalliert worden waren. Guyenne und das verbündete Orleans stellten keinen Gegner für die schlachterprobten Sizilianer dar. Um die Ruhe in der Region sicher zu stellen und Frankreich zu verärgern verlangte Francesco die Bekehrung der Regierung von Guyenne zum katholischen Glauben sowie die Unterwerfung als Vasall der sizilischen Krone. Orleans mußte den Vasallen Toulouse in die Freiheit entlassen und ebenfalls dem König Vasallentreue geloben.

Sizi-1733.jpg


Die Erfahrungen dieses kleinen Krieges mündeten in die Entwicklung stärkerer Festungen.
Eine Volkszählung im Jahr 1735 kam zu dem Ergebnis, daß die umbrische Bevölkerung nur noch einen marginalen Teil der Gesamtbevölkerung darstellten. Die umbrische Sprache und Kultur wurden daher als nicht mehr am Hofe toleriert eingestuft.
In den folgenden Jahrzehnten ging der König seinen militärischen Spielereien nach und began eine Reihe von Kriegen gegen die Nachbarn in Europa.

1736 traf es Dänemark, das nach dem ersten Kriegsjahr seine Verbündeten Kastillien und Krimea verlor, die von Sizilien jeweils Einstellung der Kampfhandlungen ohne Zahlung von Reparationen zugestanden bekam. Krimea, weil es fernab von jeglicher Interessenssphäre Siziliens lag, und Kastillien, um die Überseegebiete des Vasallen Portugal nicht zu gefährden. Dänemark hingegen wurde von den königlich-sizilischen Regimentern überrannt und weite Gebiete besetzt.

Sizi-1738.jpg


Bevor jedoch Friedensverhandlungen begonnen werden konnten, erklärte der polnische Gesandte in Palermo, daß sein König die sizilischen Aggressionen nicht hinnehmen werde und dem Krieg beitreten wuerde. In einem Treppenwitz der Geschichte trat das ottomanische Reich auf Seite Polens in die Kampfhandlungen ein.

Der Generalstab schloß im folgenden Jahr 1740 einen Friedensvertrag mit Dänemark ab, in dem Schwaben und Konstanz an Sizilien übergeben wurden.

Sizi-1740.jpg


Dies geschah, um die sizilischen Heerhaufen nach Polen und auf den Balkan senden zu können. Die Ottomanen, die Zeichen der Zeit erkennend, stellten die Kampfhandlungen kurze Zeit später ein, und im Frieden von 1741 erweiterte Polens Wiedergutmachung (die Provinzen Ragusa und Albanien) die Besitzungen Palermos auf dem Balkan.

Sizi-1741.jpg


1746 wurde die Armee in neuen Taktiken gedrillt und neue, aggressivere Angriffe geübt (Blue Coat Infantry). Spätere Historiker sahen dies als einen der Gründe für den nächsten sizilischen Krieg gegen Dänemark, der König hatte genug von Paraden und wollte seine neue Infanterie in der Schlacht bewundern. Sobald die Manöver abgeschlossen waren, wurde die Kriegserklärung in Kopenhagen überreicht und die Marschkolonnen rückten in die deutschen Gebiete Dänemarks vor. Kastillien und Aragon und ebenso Krimea folgten dem dänischen Ruf zu Waffen, während auf sizilischer Seite Portugal und Böhmen mitkämpften. Diesmal war die Kolonialarmee in Mittelamerika besser vorbereitet und rückte gegen die Spanischen Gebiete vor, waehrend Kontingente aus Kalifornien die portugiesischen Besitzungen verteidigten.
1748 gab Kastillien zum ersten Mal in der Geschichte eine Provinz in der Neuen Welt an Sizilien ab, das stechmückenverseuchte Mosquito, während Aragon einen Weißen Frieden bekam. Im folgenden Jahr kapitulierte dann Dänemark und trat Franken, Ansbach, Salzburg und München ab.

Sizi-1749.jpg


Eine Kriegserklärung Yemens in diesen Jahren wurde in Palermo als Witz belächelt und Yemen und seine Verbündeten mußten ihre Wüstenprovinzen vorerst behalten.

1750 wurde die Artillerie entscheidend verbessert (Royal Mortar) und sobald die Truppe sich ein wenig vorbereitet hatte, wurde wieder einmal das Königreich Polen angegriffen. Sizilien und Portugal kämpften gegen eine Allianz bestehend aus Kastillien, Aragon und dem kleinen Ungarn unter Fuehrung Polens. Kriegserklärungen Algiers und Persiens wurden als unwichtig abgetan, während wieder einmal die Neue Welt als Kampfschauplatz wichtig war. Schon im nächsten Jahr gab Kastillien Tarasco in Mexico an Sizilien, während Portugal mit der Rückgabe der Algarve belohnt wurde.

Sizi-1752.jpg


Aragon gab mit Chanchan und Caracas zwei südamerikanische Provinzen als Wiedergutmachung.
1753 kapitulierte Polen und Sizilien schaffte mit der Annexion von Zeta, Hum, Serbien und Kosovo eine durchgänige Landverbindung an der Adriatischen Küste bis hinab nach Griechenland.
(Screenshot verlorengegangen, tut mir leid!)
Persien und Algerien akzeptierten einen Friedensschluß unter Beibehaltung des Status quo.
Sizilien war in einer Position der Staerke, die großen europäischen Mächte hatten in den letzten Jahrzehnten Kriege und Gebiete an Sizilien verloren und der König in Palermo mußte sich nun entscheiden, ob er lieber Europa dominieren oder die Überseegebiete erweitern oder vielleicht im Alter friedlich werden sollte.
 
Last edited:
Aug 14, 2006
770
2
So, jetzt sin wir in 1760, ich werde im September nicht dazu kommen, zu spielen oder ein Update zu schreiben.

Aber ihr, werte Leser, koennt jetzt entscheiden welche Ziele sich der sizilische Monarch fuer die verbleibenden Jahrzehnte setzen soll. Wuerde mich freuen, wenn auch ein paar stille Mitleser sich aeussern wuerden.

Gruss,

Kerry
 

Glatze

ich
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Es wird Zeit, dass Italien sein altes Erbe antritt und das römische Reich von neuem im Glanz der golrreichen sizilianischen Adelsfamilien, die seit jeher für das Fortkommen des Reiches sorgen mussten, erstrahlen wird. So soll es in den Geschichtsbüchern stehen. Derjeniger, der der erste Imperator neuer Zeitrechung werden soll, hat darum keine geringere Aufgabe, als all die alten Provinzen des Reiches von ihren gegenwärtigen Usurpatoren zurückzufordern. Wenn ihm dann Christus noch gewogen ist, sollte er nach belieben das wahre Wort Gottes über die Grenzen des Reiches hinaus weiterverbreiten.

(Alternativ sähe ich es gern, wenn eine Revolution das Reich in seiner jetzigen Form erfassen und überwältigen Würde und sich dann ein revolutionlärer Imperator à la Napolean über seine Nachbern hermachen würde. Allein ich weiß nicht, wie gut die Chancen auf eine Revolution in IN stehen.)
 
Aug 14, 2006
770
2
Es wird Zeit, dass Italien sein altes Erbe antritt und das römische Reich von neuem im Glanz der golrreichen sizilianischen Adelsfamilien, die seit jeher für das Fortkommen des Reiches sorgen mussten, erstrahlen wird. So soll es in den Geschichtsbüchern stehen. Derjeniger, der der erste Imperator neuer Zeitrechung werden soll, hat darum keine geringere Aufgabe, als all die alten Provinzen des Reiches von ihren gegenwärtigen Usurpatoren zurückzufordern. Wenn ihm dann Christus noch gewogen ist, sollte er nach belieben das wahre Wort Gottes über die Grenzen des Reiches hinaus weiterverbreiten.

(Alternativ sähe ich es gern, wenn eine Revolution das Reich in seiner jetzigen Form erfassen und überwältigen Würde und sich dann ein revolutionlärer Imperator à la Napolean über seine Nachbern hermachen würde. Allein ich weiß nicht, wie gut die Chancen auf eine Revolution in IN stehen.)

Hm, das ganze ehemalige roemische Reich zurueckzuerobern wird aber knapp. Wir sprechen von der gesamten iberischen Halbinsel, Frankreich, Belgien+Niederlande, England, Anatolien runter bis nach Aegypten.... ich mach mich schonmal auf den totalen Krieg gefasst:D

Revolution, auch eine Idee. Soweit habe ich es noch nie kommen lassen, bzw soweit habe ich noch nie gespielt.

Andere Vorschlaege?
 

Glatze

ich
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Du könntest ja auch "die Seiten tauschen" und Dänemark zu seinem alten Glanz zurück und an die Spitze des Reiches führen oder so. Das wäre bestimmt auch interessantund sicher ein wenig anspruchsvoller als mit "deinem" Staat weiter zu machen.
 
Aug 14, 2006
770
2
Hmmm, Frankreich weiter zu demuetigen ist irgendwie spassfrei. der hat schon das letzte Mal nur symbolischen Widerstand geleistet. Bei den anderen Laendern sieht es ziemlich aehnlich aus.

Ich denke mal, es gibt zwei fuer mich interessante Optionen.

Die erste basiert auf Glatzes Vorschlag die Seiten zu wechseln: ich ueberlege gerade wie es waere, als "unbeteiligtes Land" zu laden und die AI 40 Jahre lang als Sizilien Amok laufen zu lassen und sich selber zugrunde zu richten. Und dann uebernehmen und schauen, was sie aus meinem fortschrittlichen Reich gemacht hat und versuchen, das wieder hinzubiegen.

Die zweite waere zu versuchen, das HRE wieder mit moeglichste vielen Mitgliedslaendern zu versorgen. Momentan koennte ich einige sueddeutsche Laender in die Freiheit entlassen, andere muessten von Daenemark befreit werden, und dann koennte ich natuerlich Italien in das Mosaik von Kleinstaaten zurueckverwandeln, das es einst war.

Ich glaueb zweiteres ist lustiger
 

unmerged(142971)

Recruit
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"Die erste basiert auf Glatzes Vorschlag die Seiten zu wechseln: ich ueberlege gerade wie es waere, als "unbeteiligtes Land" zu laden und die AI 40 Jahre lang als Sizilien Amok laufen zu lassen und sich selber zugrunde zu richten. Und dann uebernehmen und schauen, was sie aus meinem fortschrittlichen Reich gemacht hat und versuchen, das wieder hinzubiegen.

Die zweite waere zu versuchen, das HRE wieder mit moeglichste vielen Mitgliedslaendern zu versorgen. Momentan koennte ich einige sueddeutsche Laender in die Freiheit entlassen, andere muessten von Daenemark befreit werden, und dann koennte ich natuerlich Italien in das Mosaik von Kleinstaaten zurueckverwandeln, das es einst war.

Ich glaueb zweiteres ist lustiger[/QUOTE]"

Nun, da hier ja das Lustprinzip zu entscheiden hat, fehlt wohl der nötige Respekt sich an die Dinge zu wagen, die getan werden müssen! Die heissen: Kleinstaaterei ist der Deutschen Ihr Metier, Frankreich ist mindestens um die Mittelmeerküste zu bringen, und die heroische Eroberung der neuen Welt zu Ende zu bringen...!!!
Sonst wäre ich doch arg enttäuscht...:wacko::(:wacko:
Lg vom "stillen" Mitleser aeroween :cool: