Imperator - Entwicklertagebuch #7 - 9. Juli 2018

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Kornstab

Second Lieutenant
49 Badges
Jun 28, 2015
139
19
  • Europa Universalis IV: Mare Nostrum
  • Surviving Mars: Digital Deluxe Edition
  • Crusader Kings II
  • Stellaris: Megacorp
  • Age of Wonders III
  • Europa Universalis IV: Cradle of Civilization
  • Stellaris: Humanoids Species Pack
  • Stellaris: Apocalypse
  • Europa Universalis IV: Rule Britannia
  • Stellaris: Distant Stars
  • Europa Universalis IV: Dharma
  • Surviving Mars: First Colony Edition
  • Surviving Mars
  • Europa Universalis IV: Golden Century
  • Imperator: Rome Deluxe Edition
  • Prison Architect
  • Imperator: Rome Sign Up
  • Crusader Kings III Referal
  • Stellaris: Federations
  • Imperator: Rome - Magna Graecia
  • Crusader Kings III
  • Europa Universalis 4: Emperor
  • Victoria 3 Sign Up
  • Europa Universalis IV: Mandate of Heaven
  • Europa Universalis IV
  • Europa Universalis IV: El Dorado
  • Europa Universalis IV: Common Sense
  • Crusader Kings II: Horse Lords
  • Europa Universalis IV: Cossacks
  • Crusader Kings II: Conclave
  • Stellaris
  • Crusader Kings II: Reapers Due
  • Europa Universalis IV: Rights of Man
  • Stellaris: Digital Anniversary Edition
  • Stellaris: Leviathans Story Pack
  • Stellaris - Path to Destruction bundle
  • Hearts of Iron IV Sign-up
  • Imperator: Rome
  • Surviving Mars: First Colony Edition
  • Stellaris: Synthetic Dawn
  • Europa Universalis IV: Art of War
  • Europa Universalis IV: Conquest of Paradise
  • Europa Universalis IV: Wealth of Nations
  • Europa Universalis IV: Call to arms event
  • Europa Universalis IV: Res Publica
  • Europa Universalis IV: Third Rome
  • Stellaris: Ancient Relics
  • Crusader Kings II: Sword of Islam
  • Crusader Kings II: The Old Gods
https://forum.paradoxplaza.com/foru...development-diary-7-9th-of-july-2018.1109789/

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Hallo alle zusammen und willkommen zum siebten Entwicklertagebuch für Imperator! Diesmal schauen wir uns unsere Charaktere an!

Die Charaktere in Imperator sind sehr detailliert und zusammen mit den Pops und der Politik Teil einer lebendigen Spielewelt.

Sie haben Porträts, die allmählich altern. Dabei werden viele verschiedene Ethnien der Welt abgedeckt.

Es gibt vier Attribute, die die Charaktere haben.

  • Kriegskunst repräsentiert die Fähigkeit eines Charakters, zu kämpfen und Truppen zu führen. Charaktere mit hoher Kriegskunst sind exzellente Generäle.
  • Charisma ist die Fähigkeit eines Charakters, bei anderen Eindruck zu schinden und sie zu überzeugen. Charaktere mit hohem Charisma sind großartige Gesandte für diplomatische Missionen.
  • Eifer ist die Fähigkeit eines Charakters, bei anderen Charakteren den Glauben zu beflügeln und auch die Gunst der Götter zu nutzen.
  • Finesse repräsentiert die Fähigkeit eines Charakters in Disziplinen, die eine hohe Aufmerksamkeit für Details erfordern. Charaktere mit hoher Finesse geben ausgezeichnete Forscher und Gouverneure ab.


Diejenigen von euch, die das original Rome oder die Crusader-Kings-Reihe gespielt haben, werden nicht überrascht sein zu hören, dass unsere Charaktere Eigenschaften haben. Eigenschaften eines Charakters können gewonnen oder verloren werden.


Eigenschaften können in die folgenden Kategorien eingeteilt werden.
  • Persönlichkeit - Dazu gehört auch Mut oder Feigling, Grausam oder Barmherzig. Diese beeinflussen die Charakterattribute und -werte direkt, genauso wie ...
  • Militär - Normalerweise hat ein Charakter maximal eine davon, die einen Bonus oder einen Malus geben kann
  • Gesundheit - Gestresst, Verstümmelt, Wahnsinnig etc. In den meisten Fällen nicht vorteilhaft für den Charakter
  • Status - Einige außergewöhnliche Eigenschaften, die mittels Aktionen errungen werden können, z. B. für Eroberer


Eigenschaften können auch eine Vielzahl von einzigartigen Optionen bei Ereignissen freischalten, die jeweils auf die jeweilige Eigenschaft zugeschnitten sind. Diejenigen von euch, die mit CKII vertraut sind, werden (un)erfreut sein, dass die Eigenschaft Wahnsinnig erneut dabei ist.

Ein Charakter hat auch seinen oder ihren persönlichen Reichtum und vier primäre Werte.

  • Popularität - Popularität ist ein Maß dafür, wie die Leute den Charakter sehen. In den Republiken werden Charaktere mit hoher Popularität eher zum Anführer der Republik gewählt. Aber selbst Monarchien können populäre Leute nicht ignorieren.
  • Loyalität - Loyalität ist ein Maß für die Loyalität eines Charakters gegenüber dem Staat. Illoyale Charaktere können einem Herrscher eher Probleme bereiten als loyale Charaktere. Aber selbst die treuesten Charaktere haben ihre Grenzen.
  • Prominenz - Prominenz repräsentiert die Berühmtheit des Charakters. Jobs und Titel helfen dabei, einen Charakter bekannt zu machen.
  • Korruption - Korruption ist ein Maß für die Bereitschaft dieses Charakters, hinterhältige Praktiken anzuwenden. Gier, Bestechung und das Umgehen von Regeln gehen Hand in Hand mit hoher Korruption.


Charaktere haben Eltern, können heiraten und Kinder bekommen, so wie man das erwartet. Sie können auch Freunde und Rivalen haben.

Charakteren können verschiedene Rollen zugewiesen werden. Sie können nicht nur Herrscher eines Landes sein, sondern auch eine Provinz verwalten, eine Armee befehligen, Forschung betreiben oder eine Rolle in der Regierung spielen. In einigen Ländern können Frauen Aufgaben übernehmen, in anderen nicht.

Es gibt viele verschiedene Interaktionen, die du mit deinen Charakteren tätigen kannst, einschließlich Ehen arrangieren, sie bestechen, von ihnen etwas leihen oder sie sogar opfern, wenn deine Religion es zulässt. Es wird später mal ein vertiefendes Entwicklungstagebuch darüber geben.

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Wir werden in zukünftigen Entwicklertagebüchern auch über die Fraktionen sprechen, in denen sich Charaktere befinden können, welche Besitztümer es gibt und über weitere für einen Charakter relevante Dinge. Aber nächste Woche schauen wir uns den Handel an.

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Und noch das Bild von John bei Twitter:
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Link zum Twitter-Account:
https://twitter.com/producerjohan?lang=de
 

Kornstab

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  • Stellaris: Humanoids Species Pack
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  • Stellaris: Leviathans Story Pack
  • Stellaris - Path to Destruction bundle
  • Hearts of Iron IV Sign-up
  • Imperator: Rome
  • Surviving Mars: First Colony Edition
  • Stellaris: Synthetic Dawn
  • Europa Universalis IV: Art of War
  • Europa Universalis IV: Conquest of Paradise
  • Europa Universalis IV: Wealth of Nations
  • Europa Universalis IV: Call to arms event
  • Europa Universalis IV: Res Publica
  • Europa Universalis IV: Third Rome
  • Stellaris: Ancient Relics
  • Crusader Kings II: Sword of Islam
  • Crusader Kings II: The Old Gods
[Das Folgende ist keine Übersetzung von einer Paradox-Info. Infos stammen aus „Kultur, um der Freiheit willen, Griechische Anfänge – Anfang Europas?“ von Christian Meier]

Alle Zeitangaben v. Chr.


Ein Blick auf Griechenland:

ca. 17-11. Jhd.: Mykenische Kultur war monarchisch, eine Palastkultur

Nach Zusammenbruch des Hethiterreichs (ca. 1200) hatte lange Zeit keine orientalische Macht Interesse am Ägäisraum, somit gab es keine Impulse von außen für die Poleis, um größere politische Einheiten zu bilden.

Eigenständigkeit der Einzelnen und Unmittelbarkeit der Teilhabe am Ganzen müssen zusammen die elementare Kraft ausgemacht haben, die dazu drängte, die kleinen selbstständigen Poleis zu bewahren.

Im 8. Jhd. wurde aufgrund des Bevölkerungswachstums das Land knapp. Monarchien konnten sich dennoch nicht durchsetzen. Stattdessen wurde der Druck nach außen umgelenkt: Kolonien wurden gegründet (ab ca. 750 bis ca. 550), die Polis-Struktur aber beibehalten.

Auch der Handel mit dem Orient nahm dabei zu und erweiterte auf vielfältige Weise den Horizont der Griechen.

Vielerorts wurde in der Stadtmitte für die (männliche) Öffentlichkeit eine Agora geschaffen (Agora = Internetforum, nur offline). Sie diente der gemeinsamen Politik. Die Kulte um Götter wurden ausgeweitet, z. B. mit Bauten und Spielen. Bezeichnend für den neuen Geist, die Aufbruch- und Gründungsstimmung des 8. Jhd. waren auch Homers Werke (Homer: nicht der von den Simpsons, sondern der andere).

So sehr die Helden um Troja kämpfen, es ist vornehmlich die individuelle Bewährung ihrer selbst, in der ihr Menschsein gipfelt; die Größe, zu der sie sich aufzuschwingen vermögen und in der sich zeigt, was ein Mensch vermag.

Griechische Religion wurde von den Aristokraten nicht zum politischen Herrschaftsmittel gemacht. Der Zugang zu den Göttern wurde nicht derart organisiert, dass daraus priesterliche und letztlich politische Autorität hätte erwachen können.

In der Zeit der Kolonien schnellten die Standards des Wohlstands in die Höhe. Solon stellte um 600 fest: „Nichts ist den Männern als sichtbare Grenze des Reichtums gesetzt; die von uns jetzt das meiste besitzen, gieren ja doppelt.“ Die Kluft zwischen Arm und Reich wuchs, da sich viele Bauern verschuldeten (teils wegen Missernten; Investitionen).
Folge: Bauern und/ oder ihre Familien wurden versklavt → Aufstände und Bürgerkriege → Teils setzten sich Adelige an die Spitze der Notleidenden und nahmen die Stadt in Besitz, errichteten also eine Tyrannis. Sie konnten für eine hohe Effizienz und inneren Frieden sorgen. Ebenso Ins-Lot-Richter. Die Tyrannis war so als Übergang von großer Bedeutung, z. B. für wirtschaftliche Konsolidierung.

Auch die politischen Ambitionen wurden höher gesteckt. Adelsbündnisse (Faktionen) kämpften teils gewaltsam um Ämter und Macht.

Im 6. Jhd. wirtschaftliche Stabilisierung. Viele Bauern wurden schuldenfrei. Der Handel nahm dank der Kolonien zu.

Wo immer wir hinblicken, stoßen wir bei den Griechen auf ein Sich-Messen. Täglich erfolgte es auf der Agora. Je weniger man dort mit sachlichen Problemen beschäftigt war, um so mehr ging es um den Rang der Einzelnen.
Für das griechische Symposion war es typisch, dass man sich irgendwelche Gegenstände vornahm und dass ermittelt wurde, wer am besten – oder schönsten – über sie reden konnte.
Entsprechend die Prämie für den, der am geradesten Recht sprach.
Auch im Bericht über Schlachten des Perserkriegs versäumt Herodot nicht zu erwähnen, wer der Tapferste und sogar der Schönste der Kämpfer war.
Schönheitswettbewerb der Mädchen, bester Bildhauer, beste Feldherr im Krieg gegen die Perser...
Eitel war er offenbar der Grieche. Heute ist er ja nur noch faul (Quelle: Bild-“Zeitung“ 2012)


Aber auch schreien konnte er: So sollte für den Rat in Sparta der „gewählt“ sein, dem das lauteste Geschrei galt. Die Feststellung darüber lag bei einer Gruppe von Männern, die in einem Haus am Rande des Platzes postiert waren, wo sie alles hören, aber nichts sehen konnten. Sie wussten nicht, in welcher – vermutlich unmittelbar zuvor erlosten – Reihenfolge die Kandidaten vor die Versammlung traten.


Die Krise, welche manche Poleis in der 2. Hälfte des 7. und der 1. des 6. Jhd. durchmachten, hatte ihre Wurzeln im hemmungslos gewordenen Streben der Großen nach Reichtum, in der Regelübertretungen und Ungerechtigkeiten, mit denen es sich Bahn brach, sowie in den Parteiungen und Konflikten, die daraus resultierten. Ausgetragen zuerst von den Großen, den Adeligen, dann abwärts. So konnte es zu Bürgerkriegen und Usurpation von Herrschaft kommen.

Viele derer nämlich, die reich waren, waren schlecht, nicht weil sie nicht aus guter Familie gewesen wären, sondern weil sie ihre „Gutheit“ (arete) gegen Reichtum eingetauscht hatten. Es ging verstärkt um Machtaneignung.

Die Tyrannis wurde nie wirklich dauerhaft akzeptiert, da sie nicht mit der Poleisordnung in Einklang zu bringen war. Kurzzeitig konnte sie aber zur Konsolidierung von Wirtschaft, Wohlstand und Sicherheit von Nutzen sein.

Um 550 war die Tyrannis fast überall, 510 auch in Athen geschehen. Der Sturz erfolgte zumeist gewaltsam, vielfach aufgrund von Verschwörungen aus dem Adel heraus, zuweilen mit Hilfe von außen, verschiedentlich von Sparta. Aufstände unter breitet Beteiligung des Volkes waren wohl eher selten.