Nein, ich sehe das anders mit der Atombombe.
Ich spiele allerdings, wie geschrieben, auf einer älteren Version.
Atombomben können dann wichtig werden, wenn sich die Partei weit nach 1945 hinzieht und der Gegner überlegen oder fast gleichauf ist.
Als Beispiel kann ich meine aktuelle Partie anführen.
Ich spiele das kommunistische Spanien (davor Partien mit faschistisch und demokratisch) und bin natürlich mit der Sowjetunion verbündet.
Wir haben zusammen mit den Demokraten die Achsenmächte in Europa geschlagen und aufgeteilt.
Jetzt gibt es Krieg zwischen den Demokraten und uns (den Kommunisten), ich glaube, das befreite, demokratische Deutschland hatte den Krieg begonnen.
Das Problem in dieser Partie ist, dass Japan sich den Achsenmächten nicht angeschlossen hatte und darum nicht geschlagen wurde.
In ähnlichen Partien, die ich gespielt habe, hatte sich Japan immer den Achsenmächtens angeschlossen, wurde geschlagen, aufgeteilt und war weg vom Fenster, was die Sache einfacher gemacht hat.
Japan und die Sowjetunion führen nun aber hinten in Asien einen Privatkrieg und Japan ist ziemlich stark mit den ganzen chinesischen Verbündeten.
Russland und ich stehen quasi alleine gegen Frankreich, Deutschland und das Commonwealth mit UK, Indien, Kanada. Mexiko und Brasilien sind inzwischen auch auf deren Seite. Und Russland ist in Asien noch im Krieg gegen Japan.
Die USA sind noch nicht in den Krieg eingetreten. Das wird dann noch heiter.
Als Funfact:
England hat Belgien und Holland angegriffen, dadurch waren sie auf unserer Seite und durch einen kommunistischen Umsturz sind beide Länder jetzt auch in unserem Bündnis.
Wie auch immer, allein von der Manpower her ist das mit Spanien kaum zu schaffen, eroberte Gebiete müssen verteidigt und garsoniert werden usw..
Und wenn man Pech hat, läuft der Russe irgendwo gegen eine eingegrabene Stellung an und verliert seine gesamte Manpower.
Aber:
Mit Atombomben funktioniert es, weil ich die gegnerischen Stellungen damit aufweichen kann und so konnte ich inzwischen auch in UK landen.
Mein nächstes Ziel ist Indien und dann Japan.
Das Ganze kann klappen, auch wenn es zäh wird. Die große Unbekannte ist noch der Amerikaner, wann und ob er eingreift.
Jedenfalls, man kann sagen: Es ist alles unrealistisch, beginnend davon, dass Spanien kommunistisch ist, bis hin zu der Kriegsdauer, der bis in die 70-er Jahre dauern wird und dem Einsatz von Atombomben als Massenware.
Aber so wird das Spiel gewinnbar, ich muss überlegen, mich langsam nach vorne tasten usw.. Ohne Atombombe wäre schon lange Feierabend gewesen und das hätte mir wenig Spaß gemacht, weil diese Konstellation - so wie ich spiele - öfter passiert.
Insgesamt:
Es ist so, wie jemand im englischen Forum schrieb:
Das Spiel wird zu einfach, wenn man es gut kennt oder alle Möglichkeiten, die es bietet, ausnutzt. Entsprechend "muss" man sich selber Regeln auferlegen, damit es interessant bleibt oder mit Mods spielen etc.
Eine Regel, die ich mir auferlegt habe, ist zum Beispiel: Keine Beeinflussung der USA. Sonst wäre die schon lange kommunistsich und das Thema gegessen.
Wenn jetzt jemand anderes sagt, er spielt ohne Atombomben, finde ich das völlig ok.