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Aug 14, 2006
770
2
Die Geschichte der Niederlande
Freiheit, Handel, Kolonien

Liebe Leser,

mein zweiter AAR, wider besseren Wissens wieder auf Deutsch. Ich hoffe auf rege Teilnahme und zahlreiche Kommentare.

EUROPA UNIVERSALIS 3, IN NOMINE 3.2, Vanilla
Schwierigkeitsgrad: Normal
AI Agressivität: Normal
Lucky Nations: keine
Alle anderen Optionen unverändert.
Startpunkt: 23.01.1579

Hausregeln:
Kein Wiederholen, wenn etwas schiefgeht
Neue Teile werden frühestens nach 3 Kommentaren von unterschiedlichen Forummitgliedern hochgeladen


Sprachliche Anmerkung:
Ich spiele die englischsprachige Version, trotz der fantastischen Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Übersetzer, weil meine Alltagssprache nach wie vor Englisch ist. Ich bitte, die zahlreichen Fehlübersetzungen zu entschuldigen.

Mein Niederländisch ist nicht besonders gut, ich verzichte deswegen auf Versuche, entpsrechende Namen fuer Armeen, Flotten usw. zu benutzen und verwende deutsche Bezeichnungen.

Viel Vergnügen!
 
Aug 14, 2006
770
2
1. Einleitung

Die Schicksale der Niederlande war jahrhundertelang geprägt von fremden Herrschern. Die vielen kleinen Herrschaften, zumeist Teile des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, kamen im Laufe der Zeit unter die Herrschaft des Hauses Burgund und erlebten den steilen Aufstieg des Herzogtums. Der florierende Handel konzentrierte sich in erster Linie in den Städten Flanderns und Brabants, während die nördlichen Niederlande im Schatten dieser Entwicklung standen. Im Jahre 1477 starb der letzte burgundische Herzog, Karl der Kühne, in der Schlacht von Nancy. Seine Erbin, Herzogin Maria, verlor die burgundischen Kernlande an Frankreich und regierte die verbleibenden Besitzungen, die Niederlande, zusammen mit ihrem Gatten Maximilian von Habsburg von Brüssel aus.

MariavonBurgund.jpg

Maria von Burgund

Das Haus Habsburg herrschte nun über die Niederlande, die nach wie vor im Verbund des Heiligen Römischen Reiches verblieben. Kaiser Karl V von Habsburg, Erherzog von Österreich, König von Deutschland und Spanien, dankte 1556 ab und zog sich nach Spanien zurück, wo er 1558 starb. Sein Sohn Philipp folgte ihm auf dem spanischen Thron. 1558 wählten die Kurfürsten in Frankfurt Karls Bruder Ferdinand zum neuen Kaiser. Bei dieser habsburgischen Erbteilung fielen die deutschen und österreichischen Gebiete an Ferdinand. Die italienischen und niederländischen Gebiete wurden der spanischen Linie zugeschlagen.

Karte_Haus_Burgund_5-Copy.png

Aufteilung der burgundischen Lande nach dem Tode Herzog Karls von Burgund

In dieser Zeit verbreitete sich auch die Reformation in den Ländern Europas, und große Teile der Bevölkerung in den nördlichen Niederlanden konvertierten zum calvinistischen Bekenntnis. Die Antwort König Philipps war eine unbarmherzige Verfolgung der Ketzer, die mit Exil, Beschlagnahmung der Besitzungen, oder gar mit dem Tode bestraft wurden. Der Unmut unter den Ständen wuchs, und schließlich erklärten die Provinzen mit überwiegend reformierter Bevölkerung ihre Unabhänigkeit, während die südlichen Provinzen weiterhin unter spanischer Herrschaft verblieben.

WilhelmvonOranien.jpg

Wilhelm von Oranien

Führer der Aufständischen war Wilhelm von Nassau-Dillenburg, Graf von Breda und Fürst von Oranien, einer der reichsten Adeligen der niederländischen Gebiete. Er hatte Philipp lange und treu als Statthalter verschiedener Provinzen und Ratgeber gedient, war aber als Folge der Schreckensherrschaft der Inquisition und der spanischen Heere unter dem Herzog von Alba in seine deutschen Besitzungen geflohen, nachdem er sich zum reformierten Glauben bekannt hatte.

Spanien antwortete mit der Entsendung weiterer Heere, und der Überlebenskampf der Niederlande begann...

BattleOfHeiligerlee.jpg


Anmerkung: Geschichtlich gesehen haben die Aufständischen als Republik der Sieben Vereinigten Provinzen die Unabhängigkeit erklärt, nicht als Königreich unter Wilhelm von Oranien. Ich habe aber die Einstellungen gelassen, wie sie waren.
 

TheArchduke

Doing his own thing
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Nehme mal an, dass du 1560 startest?

So oder so, eine deutsche AAR auf dem Paradox Forum? Mutig.
 

mate0815

Field Marshal
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dann bekunde ich mal als dritter meine freude und warte mit spannung auf den ersten "echten" teil.
 
Aug 14, 2006
770
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Archduke: Anfang am vorgeschlagenen Szenario "80-jaehriger Krieg", wie schon gesagt im Januar 1579

Central: ich gebe mir Muehe:cool:

mate0815: der erste "echte Teil" kommt Freitag oder Samstag, gespielt ist er, aber ich kaempfe mit Ueberstunden und dem Willen, einen schoenen AAR zu schreiben :)

Glatze: Ich wollte eigentlich immer ein bisschen im Voraus spielen. Weit genug, um den Gang der Ereignisse gebuehrend darstellen zu koennen (mit den kleinen wichtigen Verweisen auf die Zukunft;)), aber nicht soweit, dass ich nicht mehr auf Anregungen reagieren koennte.

Freut mich, dass so viel Reaktionen kommen. Ich hoffe, ich kann den Erwartungen gerecht werden.
 
Aug 14, 2006
770
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und wird die junge Nation ihre neu gewonnene Unabhängigkeit bewahren können?

Im ersten Versuch :nein :eek:. Meine Flotte wurde von der Armada in Holland blockiert, und die Spanier haben schnell 30 neue Regimenter in den Kampf geworfen. Der vorgeschlagene Friedensschluss (nach 17 Monaten) liess mir nur die Hauptstadt... auf die England dann die gierigen Augen geworfen hatte.
Kein glaenzendes Bild, leider.

Um den Unterhaltungsfaktor etwas zu steigern habe ich nochmal von vorne angefangen, mit etwas besserem Ergebnis...:)
 

mate0815

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Im ersten Versuch :nein :eek:. Meine Flotte wurde von der Armada in Holland blockiert, und die Spanier haben schnell 30 neue Regimenter in den Kampf geworfen. Der vorgeschlagene Friedensschluss (nach 17 Monaten) liess mir nur die Hauptstadt... auf die England dann die gierigen Augen geworfen hatte.
Kein glaenzendes Bild, leider.

Um den Unterhaltungsfaktor etwas zu steigern habe ich nochmal von vorne angefangen, mit etwas besserem Ergebnis...:)

ups, das wäre ja ein sehr kurzes AAR geworden...
gute entscheidung mit dem neustart - nicht dass wir hier nichts zu lesen bekommen...
 
Aug 14, 2006
770
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:rofl:
So ernst nimmt man das hier?
Ich arbeite dran, spaetestens Samstag kommt der erste echte Teil.
 
Aug 14, 2006
770
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Kampf um die Freiheit – Die Niederlande unter König Wilhelm I (1579-1584)

Im Jahr 1579 sah sich das junge Königreich der Niederlande in einer schwierigen Situation. Eine junge, reiche, aber kleine Nation sah sich einem Weltreich gegenüber. Spanien hatte in den letzten 8 Jahrzehnten, nachdem die letzten Mauren von der iberischen Halbinsel vertrieben waren, fruchtbare Inseln in der Karibik und reiche Gebiete in Mittel- und Südamerika erobert, die eine Flut an Silber, Gold und Edelsteinen in die spanischen Kassen sandten. Die mächtige spanische Armada beherrschte den Zugang zu den neuen Gebieten.

MAP_NED_1579216_1.jpg


Die kleine, aber feine Armee der vereinigten Provinzen, überwiegend Maurizianische Infanterie, wenig Kavallerieunterstützung und ein einziges Artillerieregiment unter Führung König Wilhelms sah sich zwei spanischen Armeen gegenüber. Die Spanisch-Niederländische Kavallerie plünderte Provinzen, die offiziell noch unter spanischer Hoheit standen, aber von den tapferen niederländischen Truppen befreit worden waren und bewegten sich in Richtung Brabant. Eine Belagerungsarmee, Infanterie und Artillerie, belagerte Antwerpen.
Wilhelms erste Massnahme, nach Erledigung einiger administrativer Aufgaben, war die Aushebung jeweils 2 neuer Kavallerie- und Infanterieregimenter. Frankreich und das Fürstbistum Lüttich gewährte Wilhelms Truppen und Schiffen Zugang zu ihren Häfen und Gebieten. Bevor die neuen Regimenter kampfbereit waren, brachte der König seine Truppen in Brabant in Stellung, um einen Zusammenschluss der beiden spanischen Armeen zu verhindern. Es gelang Wilhelm, die spanische Kavallerie ein sumpfigen Gelände zu stellen. Geschützt von Barikaden richteten die niederländischen Musketiere ein Massaker unter der Kavallerie an. Die wenigen Überlebenden wurden von den aufgebrachten Einheimischen getötet oder ergaben sich der Gnade Wilhelms.

Nederlands1579-1.jpg


Überwältigt durch den Erfolg gewährte Wilhelm dem schottischen Kronprinzen die Hand seiner Tochter, um eine Verbindung zwischen den beiden reformierten Königreichen zu erreichen. Eine weitere Reaktion auf den Erfolg der Freiheitskämpfer war ein Allianzangebot von Frankreich, das Wilhelm dankbar annahm. Portugal machte einen ähnlichen Vorschlag, der jedoch vom König aufgrund der Nähe Portugals zu Spanien abgelehnt wurde. Als die 4 neuen Regimenter endlich kampfbereit waren, fühlte sich Wilhelm stark genug, die Belagerungsarmee in Antwerpen anzugreifen. Im Juli, nur 5 Monate nach der Vernichtung der spanischen Kavallerie, griffen niederländische Truppen die ahnungslose spanische Belagerungsarmee an. Deren Artillerie, auf die Belagerung der Stadt konzentriert, wurde von der niderländischen Kavallerie überrannt, und wieder einmal zeigten sich die Musketiere den spanischen Terzios mehr als gewachsen.

Nederlands1579-2.jpg


Die zurückweichenden Truppen wurden in einer Reihe von kleinen Gefechten in den nächsten Monaten vernichtet. Während dieser Zeit hatte die Flotte der Vereinigten Niederlande unter dem Kommando Admirals Willem Blays von Treslong einige kleinere Gefechte gegen spanische Flotillien gewonnen. Unsterblichen Ruhm gewann er allerdings, als er im Oktober eine riesige Transportflotte mit dem spanischen Entsatzheer an Bord auf den Grund des Ärmelkanals schickte.

Nederlands1579-3.jpg


Zwar schafften es immer wieder kleinere spanische Expeditionskorps an den Küsten Antwerpens, Flanderns oder sogar Hollands zu landen. Aber keine dieser Einheiten entkam der Vernichtung durch Wilhelms Truppen.
Der Beginn des Jahres 1580 sah 4 Söldnerregimenter aus Deutschland angeworben, die halfen, die unter spanischer Kontrolle verbleibenden Provinzen in den Niederlanden zu belagern. Im April unterwarfen sich die Verteidiger Hainauts den niederländischen Belagerern, Luxemburg fiel im Juli und Limburg im Oktober.

Die erste größere Niederlage folgte im März des folgenden Jahres. Die bisher siegreiche Flotte wurde im Kanal von einer zahlmäßig weit überlegenen Armada gestellt und mußte sich nach Calais zurückziehen, wo sie trotz einer Blockade durch die siegreichen Spanier die Schäden ausbessern konnte.

Nederlands1581-1.jpg


Bessere Fortschritte wurden an Land erzielt: Artois fiel nach hartem Gefecht und die French Comte wurde als erstes spanisches Gebiet ausserhalb der Niederlande von einem Söldnerheer belagert. Eine Kavalleriepatroullie erhielt Durchzugsrechte durch die Schweiz und schloss das spanische Mailand ein.
Beide Gebiete gaben den Kampf nicht einmal ein Jahr später auf. Der Flotte gelang erolgreich der Ausbruch aus Calais und versenkte dabei eine kleinere Blockadeflotte. Mit dem Fall von Valenciennes und der Entlassung aller Söldner aus niederländischen Diensten war die finanzielle Situation so gut, daß die Kriegssteuern zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit ausgesetzt werden konnte.
Nach der Versenkung einiger weiterer Flotillien durch holländische Schiffe begannen die ersten Friedensverhandlungen zwischen Spanien und den Niederlanden. Im November 1583 trat Spanien schließlich Flandern, Antwerpen, Limburg und Brabant an Wilhelms Thron ab und zahlte 200 Dukaten als Kriegsentschädigung ab.

Nederlands1583-1.jpg


Im vollen Bewußtsein, daß die Zukunft seines Reiches nicht im Krieg gegen die Nachbarn, sondern außerhalb Europas liegen würde, entließ Wilhelm alle Wehrpflichtigen und verwendete die frei werdenden Ressourcen lieber auf die Erforschung und Kolonialisierung neuer Gebieter.
Im Januar 1584 starb Wilhelm von Nassau-Dillenburg, Fürst von Oranien, König der Niederlande, für immer von den Niederländer erinnert. Als Wilhelm von Oranien hatte er seinen Platz in der Geschichte Europas gefunden.


Anmerkung: Nationale Idee "Conscripts" ausgetauscht gegen "Quest for the New World"
 

mate0815

Field Marshal
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ein hoffnungsvoller start. ob der wunsch nach dauerhaftem frieden in heimatlichen gefilden realistisch ist, muss sich wohl erst noch zeigen...

wohin richten sich denn die blicke der kolonisatoren? karibik? afrika? oder in historischer richtung indik und pazifik?
 
Aug 14, 2006
770
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Ich bin ja mal gespannt wie lange die allianz zwischen den niederlanden und frankreich hält.

Momentan habe ich wirklich kein Interesse an einem Konflikt mit Frankreich, deshalb werde ich einiges tun, um die Allianz zu erhalten.

mate0815 said:
wohin richten sich denn die blicke der kolonisatoren? karibik? afrika? oder in historischer richtung indik und pazifik?

Hm, die Spielmechanismen lassen da wenig Wahl. Leider eher weniger historisch, aber ich werde versuchen, eine gute Geschichte draus zu machen. :)

Aeneas89 said:
...und ob sich die Großmacht Spanien wegen der Schmach noch an der jungen Nation rächen wird...

Wenn man das so genau wüßte... Drei Jahre nach Friedensschluß hatten sie schon wieder 18 k Truppen in Artois. Dass Frankreich ihnen Truppendurchzug gewährt hat, hilft mir nicht wirklich...

Danke für die Kommentare, die Jahre Willems II sind inzwischen auch gezählt, nächster Teil wahrscheinlich Dienstag oder Mittwoch.
 
Aug 14, 2006
770
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Die Karibik, Nordamerika und Indien-Der Beginn des Kolonialsmus unter Willem II 1584 – 1617

Willem II folgte seinem Vater im Januar 1584 auf dem Thron. Geprägt von den Jahren des Krieges in seiner Jugend waren seine Talente in erster Linie auf das Militär gerichtet, es sollte ihm jedoch eine andere Rolle zufallen. Um Handel und Wandel zu stärken, verbot Willem ein für alle mal das Piraten – und Freibeutertum in Gewässern unter niederländischer Kontrolle und erließ Regelungen für die Errichtung von Handelsmonopolen.

Nederlands1584-1.jpg

Die Thronbesteigung Willem II

Und wirklich, der nach dem Krieg darniederliegende Handel in Antwerpen wurde von Händlern aus den flämischen und brabantischen Städten sowie aus Amsterdam und Rotterdam wieder aufgenommen.
Die Verbindungen mit Frankreich, dem mächtigen Nachbarn im Westen, wurden durch eine Staatsehe gefördert und kurze Zeit später fragte Frankreich nach Waffenhilfe gegen Aceh, ein obscures Land im Osten Asiens. Willem erklärte den Krieg, ohne jedoch Schiffe oder Truppen nach Asien zu schicken.
Im August nahm die Bevölkerung Gelres den reformierten Glauben an, nur Limburg und Brabant waren noch von papistischen Bewohnern dominiert.

Willem reagierte auf den Wunsch der Niederländer und entsandte eine Expedition. Im September 1584 nahm diese die Insel St Kitts als Kronkolonie in Besitz, Im Juli des folgenden Jahres wurde Willems Banner auf Bermuda aufgepflanzt und die Siedler strömten in die neuen Provinzen.
Im Jahre 1585 verließ ein Entdecker an Bord zweier Galleonen Antwerpen. Sein Auftrag war es, unentdeckte Landstriche im Norden des mysteriösen Kontintents Amerika zu erforschen und für die Niederlande zu sichern. Der Krieg gegen Aceh wurde im September offiziell von Willem ohne Kamphandlungen eingestellt, während Frankreich größere Landgewinne in Indonesien erzielte.

1586 konvertierten die Limburger zum wahren Glauben und der erfolgreiche Missionar nach Brabant, der letzten Hochburg katholischen Glaubens in den Niederlanden. Ein Landstrich namens Powhatan wurde die erste niederländische Kolonie auf dem amerikanischen Festland und sollte zum Ausgangspunkt eines ausgedehnten Krongebiets und primären Siedlungsgebiet von Willems Untertanen werden.

Die nächsten Monate wurden in ausgedehnte diplomatischen Verhandlungen. Militärbündnisse mit Portugal und England, sowie Staatsehen mit England und Württemberg verbesserten das Ansehen von Willems Reich und versprachen Schutz gegen mögliche spanische Angriffe. Das Bündnis mit Portugal wurde entgegen früherer Befürchtungen abgeschlossen, einerseits um die Nutzung portugiesischer Häfen zu sichern und dadurch Einfluss in Indien zu gewinnen.
Kolonisten in Noramerika besiedelten Pamlico.
Der wachsende Einfluß der Kaufleute wurde durch die Einführung einer nationlisierten Handelspolitik deutlich, selbst wenn durch den Bedarf an Handelsschiffen die Qualität neugebauter Kriegsschiffe deutlich sank.

Anmerkung: Austausch “Superior Shipwrights” gegen “National Trade Policy”

Bald sollte die neue Allianz mit Portugal eingefordert werden. Sowohl Marocco mit seinen Alliierten an der Berberküste, als auch das mächtige Ottomanische Reich mit einem Bündnis von kleineren islamischen Staaten erklärten Portugal im Oktober 1587 den Krieg, die einen, um Tangiers zurückzuerobern, die anderen, um Portugal aus seinen Besitzungen auf der arabischen Halbinsel zu verteiben. Willem sandte eine kleine Flotte von Galleonen aus, um marokkanische Schiffe im Atlantik zu jagen und zu versenken.
Die Bündnispflichten erfüllt widmete sich Willem dem Erlaß neuer Regularien für Handelsschiffe und die Begrenzung von Einfuhren. Beides steigerte die Wettbewerbsfähigkeit der niederländischen Händler und resultierte in bedeutende Mehreinnahmen, die in die Verbesserung der Infrastuktur und die Erforschung neuer Technologien gesteckt wurden.
Die Kriege gegen die Muslemanen, von Willem ohne großen Enthusiamus geführt, endeten für die Niederlande gegen Ende des Jahres 1588 ohne Gewinne oder Verluste. Portugal jedoch dehnte seinen Machtbereich in Ostafrika aus, indem es einige Provinzen von Suaheli übernahm. Das Ottomanische Reich war im Flottenbereich zu schwach und akkzeptierte einen Frieden mit Portugal ohne Abtretung von Gebieten.
Nur kurz sollte der Frieden in den Niederlanden dauern. Anno domini 1589 erklärte Frankreich erneut Krieg gegen ein Land in Asien. Paris hatte seine Hand nach Provinzen in Champa, einem kleinen Land in Indochina ausgestreckt. Die Niederlande witterten die Gelegenheit, langfristig Handelsinteressen in Südostasien durchzusetzen, da China als Schutzmacht Champas in den Krieg eintrat. Willem mobilisierte Truppen und setzte die Flotte für die lange Fahrt um Afrika herum instand. Doch die starke Truppenpräsenz in den spanisch kontrollierten Provinzen Walloniens machten größere Truppenbewegnungen riskant. Ein Expeditionskorps nach Indochina schiffte sich im Oktober ein. Es sollte jedoch nicht rechtzeitig auf dem Kriegsschauplatz eintreffen, um in den Konflikt einzugreifen. Im November desselben Jahres wurden in den Werften leichte Kriegsschiffe auf Kiel gelegt , die später als „Frühe Fregatten“ bekannt werden sollten.
Das folgende Jahr sah China einen Friedensschluß mit den Niederlanden treffen. Das einzige Ergebnis war, daß holländische Kaufleute die chinesischen Märkte mit europäischen Gütern belieferten und im Austausch Seide, Porzellan und andere Luzusgüter nach Antwerpen brachten. Zu diesem Zeitpunkt beherrschten die Händler aus Holland, Seeland und Flandern die Handelszentren von Antwerpen, Jiangsu, Lübeck und Venezien und begannen, in den abgeschlossenen Märkte von Portugiesisch- und Spanisch-Südamerika Fuß zu fassen.

Das Jahr 1590 brachte die Errichtung einer dritten Kolonie in Nordamerika, nach einem einheimischen Begriff „Conoy“ genannt. Die nächsten Jahre gingen ruhig vorüber, der Erforscher Nordamerikas starb bei einem Unfall im Jahr 1592, Brabant konvertierte im folgenden Jahr zu reformiert, und Staatsehen mit Hessen und Holstein wurden geschlossen.
Im Jahr 1594 sah Willem die Gelegenheit zur weiteren Expansion. Portugal gewährte niederländischen Schiffen Zugang zu seinen Häfen. Die Flotte, mit einigen ausgewählten Regimentern an Bord, verließ Anwerpen mit dem Auftrag, den Handel in Indien und China auszuweiten. Auf dem Weg gab die Flotte Geleit für eine Expedition, die mit Barbados dein weiteres bisher unzivilisiertes Gebiet in der Karibik für die Krone der Niederlande in Besitz nahm. Manhatten folgte 1596 als weiterer Siedlungspunkt in Nordamerika.
Wichtiger war jedoch die Ankunft der niederländischen Flotte nd Armee in Indien. Nach einer kurzen Erholungsphase im portugiesischen Ceylon setzten die ersten Kompanien im Oktober 1595 auf das indische Festland über und griffen das reich von Madurai an. Frankreich und Portugal nutzten die Gelegenheit, ebenfalls Expeditionen nach Indien zu schicken. Im Mai 1596 fiel die Hauptstadt von Madurai, jedoch hatte der holländische Befehlshaber übersehen, daß Madurai weitere Provinzen weiter im Norden besaß, die von französischen Truppen belagert wurden. Portugal griff in der Zwischenzeit die anderen indischen Mächte, die Madurai garantiert hatten, an.

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Situation in Indien im Jahr 1597

Willems regionaler Befehlshaber mußte einen Stützpunkt in Indien etablieren, aber wollte weder Frankreich noch Portugal die Möglichkeit für weitere Expansion bieten. Deswegen akzeptierte er Calicut von Travancore, sobald die Stadt gefallen war und schloß Frieden mit allen anderen indischen Mächten, sobald sich die Möglichkeit ergab.

Nederlands1597-2.jpg

Calicut, erster Stützpunkt der Niederlande in Indien

Portugal beendete einen kurzen Krieg gegen Malacca, bevor die niderländischen Truppen bedeutende Fortschritte machen konnten. Da die Truppen schon enmal in Bewegung gesetzt waren, erklärte der Kommandeur dem kleinen Reich Banten in Indonesien den Krieg, besetzten Sunda und erbeuteten große Mengen an Gewürzen, die mit großem Gewinn in Europa verkauft wurden.

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Sunda, ein erster Stützpunkt in Indonesien

Im Jahre 1600, nach der Kolonialisierung Conneticuits, machte die neu gegründete Vereenigte Oostindische Compagnie eine neue Weltkarte mit den niederländischen Kolonialbesitzungen in Indien, Indonesien, der Karibik und Nordamerika dem Königshof zum Geschenk.

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Die Welt im Jahre 1600

Eine genauere Version Nordamerikas, immer noch in den öffentlichen Archiven der Krone einzusehen, stammt aus dem Jahre 1606.

Nederlands1606-1.jpg

Niederländische Besitzungen in Nordamerika AD 1606.

In den dazwischenliegenden Jahren wurde die Wehrpflicht in anderer Form wieder eingeführt: um die Kosten für die Bemannung von Kriegsschiffen zu senken und damit die Flotte wirksam zu vergrößern, authorisierte der König die Zwangsrekrutierung von Seeleuten.

Die Aufrechterhalung diplomatische Beziehungen zu den nordeutschen Kleinstaaten, Erweiterung der Infrastruktur der Ausbau und die Gründung neuer Kolonien (Santa Lucia, Mahican und Susquehanna) beschäftigten den König und seine Berater. Der Erzfeind Spanien hatte in der Zwischenzeit mit Aufständen in seinen Kolonien zu tun.

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Spanische Probleme in der Karibik

1610 erreichte erneut ein portugiesischer Hilfeschrei den königlichen Hof. Das Ottomanische Reich mit seinen Verbündten hatte erneut Portugal den Krieg erklärt. Dieses Mal hätte Willem seine Truppen von Indien aus ins Spiel brignen können, er hatte jedoch wenig Interesse am Erwerb unprofitabler Provinzen in Afrika oder einem harten Kampf gegen die Türken und Araber im Mittleren Osten. Im Herbst des Jahres 1613, ohne daß ein einziges Aufeinandertreffen mit den feindlichen Truppen stattgefunden hatte, wurde in Istanbul ein Frieden zwischen den Niederlanden und dem Sultan geschlossen.
Der Kronrat hatte die Aufmerksamkeit des Herrschers auf eine Frucht gerichtet, die einfacher zu pflücken war: in den unerforschten Weiten Nordamerikas herrschten die Irokesen über den Pelzhandel und weite Gebiete. Nachdem die wichtigsten Provinzen in der Nähe der irokesischen Lande besiedelt und durch einfache Festungen geschützt waren, ließ der König 4 weitere Regimenter ausheben, die sogleich nach Neuamsterdam verschifft wurden und ihre Reise in die Binnenlande antraten. 1614 drangen drei kleine Expeditionskorps in die Gebiete der Ureinwohner vor. Im darauffolgenden Jahr kapitulierte der einstmals mächtige Stammesverband, nachdem die Mehrzahl seiner Krieger im Kugelhagel und unter den Hufen der Kavallerie ihr heidnisches Leben ausgehaucht hatten.

Nederlands1615.jpg

Die neu eroberten Gebiete in Nordamerika, 1615

Die neu eroberten Gebiete stellten fast eine Verdopplung des niederländischen Herrschaftsbereiches in Nordamerika dar. Es sollte aber mehrere Generationen dauern, bevor die Einwohner sich an die Religion und die Gebräuchen ihrer neuen Herren gewöhnen würden. Ein Gesetz zur Vereinheitlichung der Religion sollte in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten die Anzahl der eifrigen Missionare für die Überseegebiete deutlich erhöhen.

Im Jahr 1617 starb Willem II nach 33 Jahren auf dem Thron. Wie sein Vater hatte er das Staatsgebiet der Niederlande vergrößert. Anders als dieser aber nicht als Freiheitskämpfer, sondern durch Kolonialisierung und aggresive Eroberung. Seine Eroberungen sollten den Grundstein zu einem Reich legen, in dem die Sonne nie untergehen würde.
 
Aug 14, 2006
770
2
Sollte etwa auch dieser AAR einen schnellen, unrühmlichen Tod finden? Eigentlich hatte ich gehofft, ein paar Anregungen zu bekommen, wie ich weitermachen sollte.:confused: