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Name des DLC die Alten Götter!
Leider bis jetzt keine weiteren einzelheiten.
Hoffen wir mal das sie uns heute noch füttern.
Bin auf jedenfall schwer begeistert.
Ein name ist leicht zu Korrigieren.
Natürlich ist es eine Armee von Linkshändern... das muss so sein um diesen DLC in Deutschland verkaufen zu können.
Mann stelle sich nur vor eine Armee die den alten Göttern Huldigt und gleichzeitig noch "rechts" händer ist. Um gottes willen nicht in Deutschland![]()
Es gibt einen Aufsatz von Jean Truax, der Beteiligung von Frauen im Krieg im Anglo-Normannischen Kulturkreis untersucht. Es gibt in Chroniken aus der Zeit wenig bis gar keine Belege, dass Frauen tatsächlich an Kämpfen teilnahmen. Es gibt zum Beispiel keine Berichte von Frauen, die auf dem Schlachtfeld gefangen oder getötet wurden. Oder: sie werden in Chroniken nicht erwähnt und existieren deshalb für uns nicht, aber die erste Annahme ist erstmal die einfachere.
Es gibt aber jede Menge Belege, dass Frauen nicht nur im Krieg in Führungspositionen akzeptiert waren, sondern dass von ihnen sogar erwartet wurde, dass sie die Verteidigung des eigenen und des Besitzes ihres Mannes organisieren, sollte der abwesend sein. Mann und Frau teilen sich häufig Burgen auf, für die man dann jeweils zuständig ist während dem Konflikt. Frauen die so handeln, werden in den Chroniken als Vorbilder herausgestellt. Darunter sind übrigens auch heidnische Frauen. Weil Belagerungen bei weitem die häufigste Form der Kriegsführung in der Zeit waren, sagt das einiges über das Frauenbild der Normannen aus.
Truppen im Feld führen war seltener, aber es gibt Beispiele wie Matilda von Toscana und Isabel von Tosny. Grundsätzlich sind Feldschlachten im Mittelalter ein riesen Glücksspiel für die Teilnehmer und werden deshalb vermieden. Während der Reconquista beispielsweise gibt es ungefähr eine große Feldschlacht per Generation (!), also sind auch männliche Heerführer nicht so zahlreich wie man meinen würde. Die Kaiserin Matilda soll sogar ihrem Mann "in der Schlacht beigestanden" haben, ob das heißt sie kam mit Truppen dazu oder ob es heißt, dass sie selbst beteiligt war, ist mir nicht ganz klar. Die allermeisten Frauen hätten wohl nicht am Kampf teilgenommen, aufgrund fehlenden Trainings und aus sozialen Gründen. Angeführt haben sie diese Feldzüge trotzdem.
Erklären kann man das so: Frauen mit Macht wurden aufgrund ihrer Position in der Feudalhierarchie als fähige Führer anerkannt. Deshalb war es egal, wie oft sie tatsächlich ins Feld zogen oder wie viel Kampferfahrung sie wirklich hatten. Frauen, die eigene Armeen aufstellen konnten, führten sie auch an. Frauen, die als Lehnsherren auftraten, benahmen sich eben auch so wie das ein Mann getan hätte. Es gibt eine schöne Geschichte, in der eine Frau sich eine eigene Burg baut, und ihren Mann dann aus der Burg wirft. Das endet zwar tödlich für sie, aber zeigt doch deutlich, dass das weit verbreitete Bild der unterdrückten Frau einfach zu pauschal ist. Klar war der Großteil der Frauen ziemlich eingeschränkt, aber es gibt durchaus Ausnahmen.
+1 von mir . Alleine weil es dem Ganzen eine zusätzliche Spieltiefe verleiht, vor allem wenn man mal keine männlichen Nachfolger hat. Allerdings frage ich mich , dass deine rezenten Nachforschungen ( übrigens danke für deine Mühe ^^) zwar auf die Heiden und Christen übertragbar sind , aber was ist mit den Moslems? Rein geschichtlich ist mir da nichts bekannt ... zugegebenermassen hat man bei SoI Spielen auch irgendwann soviele dekadente Söhne dass man sogar die Flanken nochmal flankieren kann
Ich habe allerdings nach wie vor meine Zweifel , dass PI weibliche Militärführer bei so viele Restriktionen ( nur Flanken oder Verteidiger , nur als Herrscherin/Regentin , kultur -und glaubensabhängig) diesen Punkt einbauen wird. Auch wenn ich dies sehr bedauerlich fände.
Frauen als Flankenführer und Heerführer ist doch ein totales No-No.
Nee, Flankenführer sind Schlachtenführer. Ihre Persönlichkeitstraits sind ausschlaggebend für viele der Taktik-Events: Sturmangriff, vorgetäuschter Rückzug und so. Das sind keine Organisatoren. Ob das jetzt der historischen Wahrheit entspricht ist eine andere Frage, aber im Spiel sind es definitiv Schlachtenführer.Flankenführer sind in CKII ganz klar Organisatoren. Das ist genau das, was Frauen taten, die ihr Heer begleitet haben. In der Schlacht selbst ist alles Chaos, da hilft auch kein Sturmangriff mitreiten oder ähnliches. Das gilt insbesondere für die Zeit vor den Kreuzzügen, als noch nicht einmal Banner in Mode waren, geschweige denn Uniformähnliches, das gibt es das ganze Mittelalter lang nicht. In der Schlacht hat kein sogenannter Heerführer mehr einen Überblick, geschweige denn die Möglichkeit sinnvoll große taktische Entscheidungen zu treffen. Da passiert es schonmal, dass einer anfängt zu rennen, obwohl die Schlacht gewonnen wäre, und alle rennen hinterher, weil keiner einen Plan hat, was eigentlich los ist.
Ständig und immer ist halt so eine Sache. Da kommen wir wieder zum Mittelalterbild, wo ist denn die Grenze zwischen Ausnahme und Ständig? Die ist vermutlich für jeden hier verschieden, und wenn die Anzahl der Fraueneinsätze nicht zum MAB passt, wird es als zu häufig und unhistorisch oder sogar ahistorisch empfunden. Da eine Balance zu finden wäre brutal schwer für Paradox. Und deswegen werden wirs nicht sehen, also ist die ganze Diskussion ziemlich akademisch.![]()
Nee, Flankenführer sind Schlachtenführer. Ihre Persönlichkeitstraits sind ausschlaggebend für viele der Taktik-Events: Sturmangriff, vorgetäuschter Rückzug und so. Das sind keine Organisatoren. Ob das jetzt der historischen Wahrheit entspricht ist eine andere Frage, aber im Spiel sind es definitiv Schlachtenführer.
Man ja sein, aber zum einen wird sie, wenn sie da an der Seite ihres Mannes stand, wohl kaum sein Heer befehligt haben. Zum anderen: 1-2 Frauen in mehreren 10 Jahren... ist wohl eher eine Ausnahme als eine Regel... wäre sicher cool wenn man das Modden kann dass ganz besonders außergewöhnliche Frauen (alle 50 jahre einmal) mit einer seltenen Kombination von Traits und Stats auch Heere anführen kann, aber ne allgemeine Regel dass alle Frauen mit militärischer Ausbildung Heere führen können sähe ich als echt nicht sinnvoll an. Das sind nämlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Spiel locker hunderte von Charakteren, da weibliche Charaktere genau die gleichen Bildungstraits bekommen wir männliche. Öffnest Du da die Tore dann wird sich eine Flut von weiblichen Schlachtenführern ins Spiel ergießen und das ist ja wohl bei aller Würdigung der mittelalterlichen Frauenemanzipation ein bisschen zuviel des Guten.Sowas GAB es aber. Wie gesagt... Sichelgaita kämpfte in voller Rüstung an der Seite ihres Mannes (die Oströmer nannten sie Athene). Ida von Österreich führte ein eigenes Heer in den Kreuzzügen an. Und Mathilde von Tuszien hatte eine militärische Ausbildung und eine eigene Rüstung. Und natürlich Richilde vom Hennegau. Es gab Frauen, die Schlachten anführten, in Rüstung und auf dem Schlachtfeld. Natürlich sollte es nicht die Regel werden und an Bedingungen gekoppelt sein. Frau eines Herrschers/selbstständige Herrscherin, militärische Ausbildung etc. Aber es gab sie, es ist kein "totales No-No", wie du es gerade darstellst
Man ja sein, aber zum einen wird sie, wenn sie da an der Seite ihres Mannes stand, wohl kaum sein Heer befehligt haben. Zum anderen: 1-2 Frauen in mehreren 10 Jahren... ist wohl eher eine Ausnahme als eine Regel... wäre sicher cool wenn man das Modden kann dass ganz besonders außergewöhnliche Frauen (alle 50 jahre einmal) mit einer seltenen Kombination von Traits und Stats auch Heere anführen kann, aber ne allgemeine Regel dass alle Frauen mit militärischer Ausbildung Heere führen können sähe ich als echt nicht sinnvoll an. Das sind nämlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Spiel locker hunderte von Charakteren, da weibliche Charaktere genau die gleichen Bildungstraits bekommen wir männliche. Öffnest Du da die Tore dann wird sich eine Flut von weiblichen Schlachtenführern ins Spiel ergießen und das ist ja wohl bei aller Würdigung der mittelalterlichen Frauenemanzipation ein bisschen zuviel des Guten.![]()
Ich höre hier im Forum immer wieder von diesen Fällen. Könnte dazu jemand mal eine Quelle angeben? Und ich meine keine Sekundärliteratur, sondern Chroniken, Annalen oder Ähnliches. Von Mathilde habe ich auch mal gelesen, dass sie "an einer Schlacht teilnahm", aber sicherlich bedeutet das nicht, dass sie da in voller Rüstung auf dem Pferd saß und Befehle erteilte. Eher, dass sie dem Schlachtengeschehen in irgendeiner Weise beiwohnte, vermutlich aus größter Entfernung. Schließlich hatte die Frau keinerlei Erben, und das praktisch veranlagte Mittelalter wird kaum so naiv gewesen sein, die Erbschaft/das Herzogtum so in Gefahr zu bringen - kann ich mir bei Mathilde auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Dame so kühn gewesen sein könnte, wo ihr der Ruf von Weitsicht und Besonnenheit vorauseilte. Ich lasse mich aber gerne belehren, wenn das Schrifttum etwas anderes beweist, und zwar genau, nicht schwammig wie oft vorgefunden. Sichelgaita kommt bspw. in der Chronik von Anna Komnenos vor, die - nun ja - eher auf dem Level von Guido Knopp denn Theodor Mommsen steht, was die Glaubwürdigkeit betrifft.
Dass Frauen beispielsweise im wirtschaftlichen Bereich (der Fuggerfall ist hier gefallen) mit vorne standen, was das Handelswesen angeht, ist unbestritten. Das ist auch gar nicht anders möglich, wenn der genuesische Kaufmann jahrzehntelang im Ausland weilt, ob nun in Spanien, dem Maghreb, oder Orient. Die Frauen haben damals dennoch ihre Rolle gewahrt: den Hausstand führen. Und das war damals gleichbedeutend mit dem Geschäft. Man denke mal an die venezianischen Polos, die 20 Jahre in der Ferne waren. Ehefrauen, Schwestern und Mütter mussten dafür sorgen, dass Haus und Hof weiter bestanden, wenn sich die Männer in der Weltgeschichte herumtrieben. In der Hanse war es ähnlich. Das hat eigentlich gar nichts mit verklärtem Weltbild zu tun, aus Kaufmannssicht waren das ja auch "Hausfrauen" - von Kauffrauen auf Rundreise ist mir nichts bekannt.
Verklärung besteht heute eher daraus, auf Biegen und Brechen irgendwo eine Herrschaft der Frau abzuleiten, wo keine war. Auch die großen Frauengestealten des Mittelalters traten immer dann auf, wenn es keinen männlichen Erben gab. Das hatte auch weniger mit Genderkram zu tun, denn reinem Pragmatismus. Sieht man übrigens auch daran, dass cognatische Ehen im Hochmittelalter nicht besser oder schlechter waren. Defacto bestanden die Welfen nach Albertazzo II. von Este nur in weiblicher Linie fort, dennoch stört das heute keinen.
According to Lodovico Vedriani, there were two suits of her armour in the "Quattro Castelli" until 1622, when they were sold in the market of Reggio.
At the Battle of Dyrrhachium in 1081 she fought in full armour, rallying Robert's troops when they were initially repulsed by the Byzantine army. According to the Byzantine chronicler Anna Comnena, she was "like another Pallas, if not a second Athena," and, in the Alexiad, Anna attributes to her a quote from the Iliad.
Sichelgaita kommt bspw. in der Chronik von Anna Komnenos vor, die - nun ja - eher auf dem Level von Guido Knopp denn Theodor Mommsen steht, was die Glaubwürdigkeit betrifft.