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Thread: Sizilien AAR

  1. #1
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    Sizilien AAR

    Das Königreich beider Sizilien

    Ein EU III IN AAR


    Willkommen zu meinem kleinen deutschen AAR. Einfach nur, weil ich mit meinen Gedanken ein bisschen weg von meiner Arbeit kommen will. Und vielleicht ein bisschen Leben ins deutsche Forum bringen kann.

    Dies ist kein Versuch, die Welt oder auch nur Europa zu erobern, sondern ich will ein interessantes kleines Spiel ohne jeden Druck. Als Land wurde Sizilien ausgewählt, spiele ich zum ersten Mal und lasse mich überraschen, wie es wird.

    Kommentare sind jederzeit willkommen!!!

    Da dies mein erster AAR ist, seht mir bitte kleinere Fehler nach. Meine Umgangssprache ist im Moment Englisch, es kann daher ab und an zu seltsamen Ausdruecken kommen. Screenshots sind auch auf Englisch. Updates werden unregelmässig kommen und wahrscheinlich nur kurze Zeiträume umfassen.

    Hausregeln:

    - kein Speichern und Wiederladen, niemals!
    - ein kleines Rollenspielelement sollte drin sein
    - kein Wechseln von Nationalen Ideen
    - Ich spiele In Nomine, 3.1 patch, keine Mods
    - Alle Einstellungen normal, Ausnahme: Lucky Nations, die hab ich abgeschaltet

    Der erste Teil ist gespielt und halb geschrieben, leider nur wenige Screenshots, aber man braucht ja noch Verbesserungsmöglichkeiten. Wird bis morgen um Mitternacht (GMT) fertiggemacht und online gestellt.

    Viel Spaß!
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    EU III IN AAR Sizilien - Aufgegeben aus Mangel an Interesse
    Die Geschichte der Niederlande - ein EU III IN AAR. Aufgegeben aus Mangel an Interesse und save game Problem

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  2. #2
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    Wohlan denn!

    Spiele selbst zur Zeit Neapel und bin gespannt in welche Richtung du expandieren willst... am Papst kommt man schwer vorbei, und ab dann beginnt ja schon das Reich...
    "Nachdeme Einem Hoch-Edlen und Hochweisen Rath allhier höchst-ärgerlich und beschwerlich vorgekommen, daß, besonders den Sonntag, durch übermäßiges Schwelgen und Zechen, allerley Zanck, Streit und Schlägerey, ja gar Auflauf und bey nahe Tumult, veranlasset werde... Als werden, alle und jede hiesige Burger, Beysassen und Einwohner ... nachdrücklich von Obrigkeits wegen verwarnet, sich des übermäßigen Trinckens und Zechens bis in die sinckende Nacht, besonders an Sonn- und Feyertägen, am meisten aber alles Geschrey, Tumults, Zänckerey, Schlaghändel und Widersetzung der Wachen und Patroullien, auch Nacht-Wächtern, in den Häusern sowohl, als auf den Gassen zu enthalten."

  3. #3
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    Teil 1 Quo vadis, Sizilien

    Im Jahr 1399 war das Königreich beider Sizilien nur noch ein Schatten seiner selbst. Die einst so stolze Hochburg von Wissen und Kultur, Schmelztigel der Kulturen und Kornkammer der Umgebung hatte viel von ihrem Glanz verloren.
    Drei Provinzen, eine kümmerliche Armee und eine viel zu kleine Flotte. Kein Wunder, die regierende Königin Maria I hatte alle Hände voll zu tun, um den Dezentralisierungstendenzen der Reichsteile zu unterbinden. Der einzige Nachbar, Neapel, beanspruchte die Gebiete Siziliens fuer sich, ein anderer Grund zur Sorge. Der einzige Schutz vor einem sofortigen Angriff Neapels war die Allianz Siziliens mit Aragon

    Im Oktober 1399 beschloß die Königin mit ihren Vertrauten und Beratern, die Verwaltung des Reiches zu zentralisieren. Die unmittelbare Folge war der Aufstand eines Gegenkönigs auf der Insel Malta. Um dieser Revolte Herr zu werden wurde sofort mit der Aushebung eines Regiments Kavallerie begonnen, um die zwei Infanterieregimente der Leibgarde zu unterstützen.
    Der Papststaat in Rom und das Kleinkonigreich Urbino erkannten, dass die Vergrößerung der Armee Sizilien zu einem wertvollen Bündnispartner machte und schlossen Allianzen ab.
    Im Dezember des Jahres griff Aragon den Kleinstaat Navarra an und ersuchte um die Hilfe Siziliens. Die Königin mobilisierte die Armee und war froh, den Haushalt durch eine Sondersteuer aufbessern zu können. Allerdings gedachte sie nicht, in Navarra einzufallen, dass schon mit Aragons Truppen gefüllt war, sondern wollte die Aufständischen auf Malta unterwerfen, die noch immer die Inselhauptstadt belagerten.

    Noch bevor die Armee fertig ausgerüstet war, traf ein weiterer Hilferuf ein: Neapel hatte Urbino den Krieg erklärt. Die Königin hörte auf ihre Berater und erklärte Neapel den Krieg. Urbino und sein anderer Verbündeter, der Papststaat, machten Sizilien zum Allianzführer.


    In der Folge kam es zu vielen Scharmützeln rund um Rom, in Urbino und Neapel, und keine Seite konnte dort entscheidende Gewinne machen. Im Süden sah es anders aus: Die sizilische Infanterie belagerte Calabria, waehrend die neu ausgehobene Kavallerie eine neapolitanische Infanterieeinheit in Apulia jagte und schließlich vernichtete.

    Waehrend dieser Zeit verstarb Maria I und ihr Sohn wurde im Juli des Jahres 1400 in Palermo unter dem Namen Frederigo IV zum König gekrönt. Seine Stärken lagen in Verwaltung und Diplomatie, trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, sich an die Spitze der Belagerungsarmee in Calabria zu setzen. Auf dem Weg empfing er eine Delegation aus Navarra, die um Frieden bat, der großzügig gewährt wurde. Nachrichten vom Fall Valettas an die Aufständischen. Im November kapitulierte Calabria, und Neapel war froh, diese Provinz im März des kommenden Jahres als Kompensation an Sizilien abzutreten.

    Der König setzte sich sogleich an die Spitze seiner Armee und brach auf, um Malta heim ins Reich zu holen. Noch auf dem Schiff erreichte ihn die Botschaft, das der Papststaat in Urbino eingefallen war. Hin-und hergerissen zwischen den beiden Verbündeten entschied sich Frederigo, dem Papst zu folgen.
    Auf Malta gelandet, töte der König seinen Gegenspieler im Zweikampf und mit seinem Tode brach auch der Aufstand in sich zusammen. Urbino wurde im gleichen Monat in den Kirchenstaat eingegliedert und eine kurze Phase des Friedens kehrte in Sizilien ein. Geld aus der Erbschaft eines kinderlosen Kaufmanns ermöglichte es trotz der üblichen finanziellen Engpaesse, ein weiteres Regiment Kavallerie auszuheben. Eheschließungen mit Ferrara und Savoyen verbesserten die Beziehungen zu diesen Königreichen.

    Im Jahre 1405 erklangen wieder die Begräbnisglocken in Palermo, als Frederigo IV nach nur 4 Jahren auf dem Thron in den Katakomben unter der koeniglichen Burg zur letzten Ruhe gelegt wurde. Sein Cousin folgte ihm auf dem Thron und nahm den Namen Frederigo V an. Außer dem Namen hatte er wenig mit seinem Vorgänger gemeinsam, sein einziges Interesse galt dem Militär, aber auch hier waren seine Talente ziemlich dürftig. Seinen Beratern gelang es aber, die guten Beziehungen zu Aragon, Savoyen und Ferrara weiter zu verbessern und schließlich eine Tochter des Mailändischen Königs als Braut für Frederigo zu gewinnen.

    Schon nach wenigen Monaten kam es aber zum Bruch mit Mailand, als Frederigo dem Ruf zu Waffen von Siziliens ältesten Verbuendeten Aragon folgte. Mailand, reich begürtert in der Lombardei, war zu dieser Zeit von mehreren Koalitionen angegriffen, sodass es sizilianischen Expeditionskorps gelang, Siena und Pisa zu erobern. Weitere Vorstösse auf Mailändisches Gebiet wurden durch die zahlenmäßige Überlegenheit der mailändischen Truppen unmöglich gemacht

    Allerdings führte die nicht zu einem bleibenden Gewinn, da im Jahr Aragon nach Abtretung von Sardinien und Zahlung eines Tributes Frieden mit Mailand schloß. Sizilien hob eine weitere Infanterie auf Malta aus.

    Schon im Jahr darauf versuchte Frederigo sein kriegerisches Glück erneut, als es dem Papststaat in den Krieg gegen Toskana folgte. Aufgrund der komplizierten Bündnisverhaeltnisse kam es zu einem Panitalienischen Krieg, der Savoyen, und Sizilien als Verbündete des Papstes gegen eine Koalition von Neapel, Mailand, Genua, Aquileia und der Toskana unter Führung Venedigs, die außerdem die Unterstützung des Kaisers, dem Herrscher von Baden, hatte. Bevor sizilische Einheiten entscheidend eingreifen konnten, hatte Genua die Insel Corsica in die Freiheit entlassen und Neapel die Provinz Abbruzzi an den Papst abgegeben. Damit waren die primären Kriegsziele Siziliens nicht mehr zu verfolgen, und der Kronrat nutzte die Gelegenheit, die Zentralisierung der Verwaltung voranzutreiben. Kleinere Revolten in Calabria und Malta wurden schnell niedergeschlagen, allerdings kam es zu einer Reihe von Seeschlachten, bei denen die sizilische Marine knapp den überlegenen Kriegsflotten Venedigs und Aquileias entkam.
    Im Jahr 1411, der italienische Krieg immer noch andauernd, kam es zum Bruch mit Aragon, als Sizilien, vollkommen beschäftigt im italienischen Krieg, Aragon nicht in dern Krieg gegen Castilien folgte.
    Im September fiel die Toskana an den Papststaat, waehrend die sizilische Armee Pisa und Sienna belagerte und kleinere Einheiten Mailands in Rom und den Abbruzzen jagte. Im Oktober zeigte die intensive Forschung auf dem Gebiet der Regierungskunde erste Früchte, als eine Nationale Handelspolitik entworfen wurde. Zwar nicht unmittelbar von Nutzen, wuerde diese Ausrichtung mehr Geld in die Forschung treiben, sobald die dauernden Kriege beendet waeren.

    Und schon wieder wurde ein neuer König in Palermo gekrönt. Fernando I folgte Frederigo nach, der in einem bedeutungslosen Scharmützel gegen mailändische Truppen gefallen war. Fernando, ebenso wie sein Vorgänger, zeichnete sich nicht durch besondere Talente aus. In den folgenden Monaten begannen die Verluste in den Seesachlachten zu steigen, als die überforderte sizilianische Marine versuchte, die Armee nach Einnahme von Pisa und Siena zurück in die Heimat zu bringen. Mailand und Baden begannen, den Papst zurückzutreiben und weitere Aktionen auf dem Festland wurden unmöglich.
    Auf Sizilien wurde im Jahr 1413 ein venezianisches Expeditionskorps vernichtet, waehrend Baden die sizilianschen Gewinne auf dem Festland, Pisa und Sienna wieder unter die Kontrolle Mailands brachte.
    Im Mai 1414 schliesslich akzeptierte Venedig den sizilianischen Vorschlag zu einem Waffenstillstand ohne Kompensationszahlungen. Nur der Papst war noch im Krieg mit Venedig, Baden und Mailand, ein Krieg, der die politischen Verhältnisse auf der italienischen Halbinsel zu verändern versprach. Auf Sizilien war man indes froh, den neuen Frieden erleben zu dürfen, Flotte und Armee wieder auf einen annehmbaren Stand bringen und die Früchte der hoffentlich steigenden Handelseinnahmen genießen zu können.
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  4. #4
    Nicht schlecht, sich gleich mal mit dem Kaiser anzulegen

    Es schaut so aus, als solltest du den Papst verlassen und dich andernortes nach mehr Glück umschauen. Wirst du dich direkt gegen ihn wenden und Profit aus dessen Unglück schlagen, oder siehst du vor, den Kirchenstaat als neutralen Schild aufrechtzuerthalten?

  5. #5
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    Schaut erstmals sehr nett aus. Bin gespannt wie es weiter geht.
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  6. #6
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    Danke fuer die Rueckmeldung .
    Der Kaiser, grosses Kaliber, aber naja, er ist ja weit entfernt und hat keine Flotte im Mittelmeer.
    Dem Papst den Ruecken kehren? Aber nicht doch, wir folgen gestreng unserem Wappenspruch "Trinkfest und arbeitsscheu, aber der Kirche treu", fuer den Moment wenigstens.

    Das einzige, was mich ein bisschen erstaunt, ist der Verbrauch an Koenigen. Nur einer bisher in der Schlacht gestorben, die anderen alle von der Mafia erledgt, ich koennte genausogut eine Republik spielen...

    Update ist in Arbeit und kommt morgen gegen spaeten Abend.
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  7. #7
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    Teil 2 Ein Kampf um Neapel, 1414 - 1437

    Nach dem Friedensschluß sah es Fernando as erste Dringlichkeit, die Verluste der Flotte auszugleichen, um Sizilien wenigstens ein Minimum an Schlagkraft zu See zu erhalten. Auf sein Geheiß hin wurde ein Geschwader Truppentransporter in Malta auf Kiel gelegt. Überrascht wurde die Admiralität aber von dem Befehl, statt der preiswerten und erprobten Galeeren eine Karacke als neues Flaggschiff der Flotte in Palermo zu bauen. Gerüchte besagten, dass der Tod des Königs, noch bevor das neue Schiff vom Stapel gelassen wurde, auf ein Komplott innerhalb der am Flottenbau interessierten Kreise zurückzuführen war.
    Im Juli 1415 kam Luigi II auf den Thron, dessen diplomatisches Talent seine Familie mit den Königshausern von Ferrara, Savoyen und Ungarn verband. Aragon allerdings, nach einem Friedenschluss mit Castilien, lehnte eine erneute Verbindung mit Sizilien ab. Siziliens Verbündeter, der Papststaat, schaffte es, den Krieg gegen Mailand und Venedig ohne Gebietsabtretungen zu beenden.



    Die folgenden Jahre sahen ein Aufblühen sizilischen Handels in den Zentren in Liguria und Venedig, verbunden mit Fortschritten in der Forschung (Handels- und Landtechnologie erreichen 4 im Jahr 1416, Flotten und Produktion 1417). Luigis diplomatische Offensive führte zu einer Allianz mit Savoyen im Jahr 1418 und Durchzugs- und Hafenrechte in den Gebieten und Häfen von Ferrara.
    Herbe Rückschläge gab es allerdings im Jahr 1420. Ein bankrottes Handelsunternehmen kostete die königlichen Kasse eine erkleckliche Summe, die Pest grassierte in Kalabrien. Eine Initiative des Thronrates zur Zentralisierung der Verwaltung führte dort auch zu einem Aufstand, der erst 4 Monate später unterdrückt werden konnte. Die Anzahl der Rebellen und ihre Hartnäckigkeit würden den königlichen Truppen ein Vorgeschmack auf kommende Kämpfe geben.
    Während Sizilien danach strebte, seine Präsenz in den Handelszentren der näheren Umgebung auszuweiten, kam es zu einem diplomatischer Eklat in Neapel und in der Folge zu einem Krieg, der wieder einmal fast ganz Italien umfassen sollte. Im Jahre 1423 erklärte Neapel dem Königreich Korsika den Krieg. Neapels Verbündeter, das mächtige Mailand, folgte Neapels Ruf, nur um sich einer großen Allianz italienischer Staaten gegenüberzusehen, die die Unabhänigkeit Korsikas garantiert hatten. Venedig führte wieder einmal die Verbündeten an, denen neben Korsika auch der Papststaat, Ferrara, Aquileia und der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches anschloß. Auch wenn Baden nur klein war, dem Aufruf des Kaisers zu den Waffen folgte doch eine erkleckliche Anzahl von Soldaten, die zu einem weiten Zug über die Alpen aufbrachen.

    Noch bevor Luigi auf die neue Lage reagieren konnte, segnete auch er das Zeitliche. Der König starb an einer Lebensmittelvergiftung. Unbestätigte Quellen berichten, dass der Fisch von einem Fischer mit starken neapolitanischen Akzent gekauft worden sei…
    Die Antwort des neuen Herrschers, Martino I, war es, in den Krieg gegen Neapel zu ziehen, obwohl dies große Empörung unter der Bevölkerung auslößte. Da alle anderen möglichen Bündnispartner schon mit Neapel im Krieg waren und Mailand die Allianz mit Neapel brach, war es ein Zweikampf Sizilien gegen Neapel. Unter sehr ungleichen Voraussetzungen, da venezianische Truppen Apulien belagerten und die Regimenter des Papstes der neapolitanischen Streitmacht schwerste Verluste zufügten. Als die sizilianische Armee in Neapel ankam, gelang es, die letzten verbleibenden Truppen Neapels in einer glorreichen Schlacht zu vernichten und die Hauptstadt des Feindes zu belagern.



    Im Sommer des nächsten Jahres, AD 1424, schloß Neapel Frieden mit Venedig und gaben Apulien und das mailändische Siena an das siegreiche Venedig. Eine Macht, die Italien dominiert hatte, war gefallen, und eine neue war zum Aufstieg bereit.

    Trotz Mißstimmung über die Forschungsausgaben fuer die Armee, die in einem Verlust an interner Stabilität mündeten, gelang es der tapferen sizilischen Infanterie im November des Jahres 1424 die Festung Neapel zu stürmen, wo der König im gleichen Monat die Eingliederung Neapels in das Reich Sizilien verkündete.



    Kurze Zeit vorher hatte die Insel Sardinien unter dem Namen Toskana die Unabhängigkeit von Aragon erklärt. Toskanische Patrioten rebellierten auch in Florenz, einst toskanisches Kernland, und machten die schon länger angespannte Lage im Reich des Papstes noch kritischer.
    Im Jahr 1426 starb Martino bei einem Jagdunfall in seinem neuen Jagdhaus in der Nähe der Grenze zum Papststaat. Die wenigen Zeugen sprachen nur ungern über den Mönch, der kurze Zeit nach dem Unfall unweit des Unfallortes gesehen worden war…
    Ferdinando II bestieg den Thron im Mai dieses Jahres, ein begnadeter Taktiker und talentierter Diplomat, der die Familienbande mit den Herrscherhäusern Ferraras und Savoyens erneuerte.



    Die von seinen Vorgängern betriebene Handelspolitik führte zu neuen Entdeckungen in Handelsstrategien (1427), die den Handelseinnahmen sehr zuträglich waren und weitere Forschungen finanzierte. Der Papst geriet inzwischen immer mehr unter Druck, seine Armee wurde in Kämpfen mit Heretikern, der aufständischen Landbevölkerung und toskanischen Patrioten aufgerieben und eine Provinz nach der anderen verloren. Im Jahr 1428 brach die weltliche Regierung des Papststaates zusammen und Florenz bekannte sich zu seinen toskanischen Traditionen.
    Das folgende Jahr brachte Fortschritte im Bereich der Regierungstechnologie und ermöglichte es der Armeeführung, bessere Soldaten (Men at arms???) auszuheben.

    Das diplomatische Geschick Ferdinandos führte zu einer Heirat mit eine Tochter der kastilischen Koenigsfamilie zu heiraten, bevor es zur bislang größten Krise des Reiches kam. Um seine junge Frau zu beeindrucken, erließ Ferdidando ein Gesetz, das noch mehr Macht in den Händen der Zentralregierung bündelte. Die Folge waren Aufstände der Bauern in Palermo und von Nationalisten in Neapel. Im königstreuen Malta wurde ein neues Regiment Kavallerie ausgerüstet, das die Hauptarmee dabei unterstützte, die Bauern in Palermo zu unterdrücken. Mittlerweile schlossen sich weitere Aufständische den Belagerern von Neapel an, so daß der sizilischen Armee von 3000 Rittern und 4000 Infanteristen etwa 9000 Reiter und 15 000 Infanteristen gegenüberstand. Nur der volle Einsatz der Flotte und einer mehrjährigen Kampagne der Armee unter großen Opfern an Geld und Soldaten mit vielen Belagerungen in Kalabrien und Neapel ermöglichten es Fernando, die beiden Provinzen im Jahr 1437 zu befrieden. Trotz der schwierigen finanziellen Lage führte die Forschung im Bereich der Produktions- und Marinetechnologie zu neuen Entdeckungen.

    Geschwächt von der jahrelangen Rebellion, die Staatskassen gelehrt, würde Fernando seine Energie in den Wiederaufbau des Landes und seines Handels stecken, oder würde er seinen militärischen Ambitionen freien Lauf lassen?
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  8. #8
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    Hab ich vergessen zu erwaehnen, dass Kommentare und Kritik absolut erwuenscht sind?

    Der naechste Teil kommt wahrscheinlich am Montag, vielleicht schon Sonntag.
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  9. #9
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    Der Verbrauch an Königen ist wirklich sehr hoch

    Mir gefällt der Stil recht gut. Kurz und bündig, so dass was weiter geht aber nicht nur eine Aufzählung der Eroberungen (nicht, dass ich nicht auch lange und gut geschriebene AARs mögen würde, aber in vielen Fällen wird mir'S dann einfach zu mühsam).
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  10. #10
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    Teil 3 Ein Kreuzzug

    Die nächsten Jahre verliefen friedlich und wenig ereignisreich für die sizilische Bevölkerung. Die Kaufleute strömten wieder auf die Märkte von Liguria und die Steuereinnahmen stiegen. Erst das Jahr 1441 brachte nennenswerte Geschehnisse. Der König beschloß, die Unabhängigkeit Ferraras zu garantieren, um die Ausbreitung Venedigs einzudämmen. Eine verdorbene Weinernte, die sich nur als Grundlage für Essig verwenden ließ, verminderte das Ansehen Siziliens im Ausland. Die Investitionen in die Forschung führte auch zu neuen Erkenntnissen in der Staatskunst (Regierungstechnologie 6).
    Im folgenden Jahr wurden einige Gesetze zur Förderung der Eigenverantwortung der Landbevölkerung erlassen (Frei Untertanen +1).

    Kurze Zeit später erreichte eine neue Botschaft den König. Venedig hatte endgültig die Grenze der Diplomatie überschritten. Im vollen Bewußtsein der neuen Macht seiner Stadt hatte der Doge Korsika den Krieg erklaert, um einen neuen Flottenstützpunkt im Thyrrenischen Meer zu errichten. Die italienischen Staaten regierten empfindlich auf die Ambitionen der Serenissima. Eine Allianz, welche die Unabhängigkeit Korsikas garantiert hatte, trat dem Kampf gegen Venedig bei. Unter der Führung Savoyens stellten der Papst, Genua, Ferrara und Aquileia Truppen gegen die Republik Venedig ins Feld. Außerdem versuchte der Kaiser, immer noch der Herrscher von Baden, die Unabhängigkeit des Reichsfürsten von Korsika zu erhalten.
    Als Ferdinando Nachricht über die Situation erhalten hatte, handelte er schnell. Da Sizilien immer noch Anspruch auf Gebiete im Fürstentum Athen erhob, das von Venedig kontrolliert war, war eine Kriegserklaerung nur eine Formsache. Die neue Situation führte zu einem erneuten Aufstand neapolitanischer Patrioten in Apulien, die von der belagernden sizilischen Armee schnell unterdrückt wurde.
    Während die Armee in Richtung des Feindes vorrückte, meldete die Admiralität Fortschritte im Schiffsbau (Flottentechnologie 6). Im Dezember fiel Apulien in die Hand sizilischer Truppen. Im folgenden Monat, dem Januar im Jahr des Herren 1443, gewannen die alliierten Flotten unter Mitwirkung der Sizilianer gegen die venezische Marine in der Straße von Messene und kurze Zeit später setzte die Flotte eine sizilische Belagerungsarmee nach Kreta über. Die Armee wurde um ein Kavallerieregiment vergrößert.

    Im folgenden Januar, unter großem Druck, willigte Venedig ein, 25 Dukaten und Apulien als Kriegsentschädigung and Sizilien zu bezahlen.



    Ein guter Zeitpunkt, um Frienden zu schließen, wie Historiker berichteten, denn kurze Zeit später schloß Venedig Frieden mit seinen anderen Feinden und entließ Kreta in die Unabhänigkeit.
    Im Juli erklärten Priester einige neue Elemente der Handelsunternehmen für heretisch, was zu einigem Trubel und Instabilität führte. Dennoch wurden technologische Fortschritte im Handwerk gemacht (Produktionstechnologie 6).
    Im Jahr 1445 wurden Heretiker, die vom Papst nach Kalbrien vertrieben worden waren, von der überlegenen sizilischen Kavallerie vernichtet und die Unabhängigkeit der Republik Toskana von Ferdinando garantiert.

    Das Jahr 1447 sah das Königreich in Aufruhr. Der Thronrat war besorgt um die Gesundheit des Monarchen, der unter zunehmendem Größenwahn litt, und übertrug wichtige Staatsfunktionen an den Generalstab. Zwar litt das Land finanziell, aber die Erfahrung des Offizierkorps wurde großer und schließlich kam Ferdinando auf den Boden der Tatsachen zurück. Eine Heirat einer Cousine des Königs im kommenden Jahr mit dem Kronprinzen von Korsika verursachte nicht nur eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Königreichen. Auf der Hochzeit plauderte der angetrunkene Bruder der Braut wichtige Staatsgeheimnisse aus, die dem sizilischen Nachrichtendienst schweren Schaden zufügten.

    Im Jahre 1450 richteten sich die Augen des Königs nach Süden. Kastilien rief zu einem Kreuzzug gegen die Ungäubigen in Tunesien auf. Ferdinando, während seiner geistigen Krankheit zum Glauben gekommen, beschloß, dem Aufruf zum Heiligen Krieg zu folgen und setzte Flotte und Armee in Richtung des Sultanats in Bewegung. Eine Welle religiöser Begeisterung setzte ein und resultierte in mehr Freiwilligen für die Armee, höheren Steuereinnahmen, gesteigerter Moral für die Truppen und erhöhtem Ansehen im Ausland. Marokko folgte Tunesia in den Kampf, während der Papststaat, Ferrara und Sardinien dem sizilischen Ruf zu den Waffen folgte. Ein halbes Jahr später, während päpstliche und sizilische Truppen in die nordafrikanische Wüste vordrangen und Festung um Festung eroberten, zog sich Kastilien aus dem Krieg zurück und marrokanische Truppen setzten sich in Richtung Osten in Bewegung, um die Kreuzfahrer vom afrikanischen Boden zu vertreiben.



    Die christlichen Streiter behielten die Oberhand und Investitionen in die Armee führten im Jahr 1452 zu Verbesserungen in Ausrüstung und Taktik für die Truppen (Land Technologie 7).

    Der religiöse Eifer des Königs trat allerdings in den Hintergrund, als Mailand versuchte, Sardinien zu annektieren. In einem erneuten panitalienischen Krieg führte Sizilien eine Allianz mit Venedig, dem Papststaat, Aquileia und der Toskana gegen Mailand, Baden und Genua. Ein hastiger Frieden wurde mit den Mauren geschlossen, die froh waren, die Grenzen, die vor dem Krieg gegolten hatten, wieder als gültig anzuerkennen. Was hätte auch zu diesem Zeitpunkt Sizilien mit einem kargen Landstrich in Afrika gewollt.
    Mit den meisten italienischen Mächten schon in den Krieg verwickelt, versuchte auch Savoyen seine Besitzungen zu erweitern und griff Sardinien an. Vom Kampf in Afrika erschöpft und in den Krieg gegen Mailand verstrickt, beschloß Ferdinando die toskanische Republik nicht weiter zu unterstützen. Während der Krieg noch tobte, starb Ferdinando friedlich im Bett und sein Sohn Pietro IV, ein erfahrener Administrator wurde in der Kathedrale in Palermo gekrönt.



    Der neue König, gerade an die Macht gekommen, konnte sofort einen sehr vorteilhaften Frieden mit Genua schließen, der viel Gold (475 Dukaten) in die Schatzkammer spülte. Ein neues Ritterregiment wurde aufgestellt, um die Kriegsbemühungen gegen Mailand zu unterstützen. Im Jahr 1455 fielen Brescia und Parma an sizilische Truppen. Die Schiffsbaukunst erreichte eine neue Blüte ((Marinetechnologie 7). Als Mailands Hauptstadt fiel, kam es nach langen Jahren des Kampfes zum Friedensschluß, in dem Mailand Parma und Pisa an Sizilien abtrat.



    Im Jahr darauf kam es zu weiteren Staatsehen mit Ferrara und Savoyen. Die Armee wurde um zwei Regimenter Infanterie und die Flotte um zwei Transporter erweitert.
    1457 wurden Regierungstechnologie 7 erreicht. Ein Auftstand in Pisa vernichtete eine sizilische Entsatzarmee. Modena und Florenz fiel im gleichen Jahr an Venedig, das Frieden mit Ferrara besiegelte.

    Pietro und seine Untertanen waren des Krieges müde und hofften auf einen langen Frieden.
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    Mir gefällt es =) ... reicht das als Kritik?

  12. #12
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    Naechster Teil ist gespielt, Update kommt irgendwann im Lauf des langen Wochenendes.
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  13. #13
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    Nicht schlecht, gefällt mir. Immer weiter!

    Vor allem den Wahlspruch find ich klasse!

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  14. #14
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    Teil 4 Der Bruch mit dem Papst

    Sizilien sollte auch in den kommenden Jahren nicht zur Ruhe kommen. Die neuen Besitzungen wurden von verschiedenen Rebellengruppen angegriffen. Um die Ruhe in den neuen Gebieten zu erhalten, wuren neue Regimenter rekrutiert. Genua gewährte nun der sizilischen Armee und Flotte Zugang und die Beziehung zu Korsika wurde durch eine Staatsehe verbessert.

    1459 wurde die kleine heile Welt der italienischen Staaten von außen angegriffen. Aragon, zusammen mit dem verbündeten Portugal, versuchte, alte Gebiete zurückzuerobern und griffen die Republik Toskana auf der Insel Sardinien an. Unter der bewährten Führung Siziliens kamen Venedig, Savoyen, der Papststaat, Mailand, Aquileia und Genua der Toskana zu Hilfe. Auf Anfrage Pietros gewährte zuerst Frankreich und dann Kastilien Durchzugsrechte für die sizilische Armee. Der Oberbefehlshaber setzte sofort alle Truppen in Bewegung, wich der leicht überlegenen Armee Aragons aus und belagerten Portugal, das in früheren Kriegen auf nur drei Provinzen dezimiert worden war. Die Abwesenheit der Armee verursachte eine Welle von Korruption in Sizilien.
    Im Jahr 1461, während die Belagerung der letzten portugiesischen Festungen dem Ende entgegen ging, erklärte der sizilische Alliierte Savoyen der Toskana den Krieg in der Annahme, daß die anderen Reiche der Umgebung im Krieg mit den iberischen Königen wären. Pietro schätzte die Unabhänigkeit der Toskana als wichtiger ein als das Bündnis mit Savoyen und führte die übrigen italienischen Staaten gegen das Bündnis Savoyen, Bretagne und Lorraine.


    Obwohl oder vielleicht auch weil der Handel durch die ständigen Kriege darniederlag, wurden neue Handelstechniken entdeckt (Technologie 8). Portugal gab 100 Dukaten, um Frieden mit Sizilien zu erlangen, und wurde zum ersten Vasallen der Krone Siziliens. Ein ähnliches Schicksal ereilte im folgenden Jahr Savoyen, nachdem Aragon und die Bretagne Frieden unter Rückkehr zum Status quo angeboten und bewilligt bekommen hatten.
    Die neue militärische Macht Siziliens bewog auch Korsika und Aquileia, sich dem erfolgreichen sizilischen Verteidigungsbündnis anzuschließen.
    Eine kleine Heeresreform erhöhte im Jahre 1464 die Qualität des Heeres, auch wenn durch die gehobenen Ansprüche die Anzahl an tauglichen Rekruten leicht sank. Unter sizilischer Inititative wurden Unstimmigkeiten unter den Staaten der näheren Umgebung beigelegt, was den Beziehungen Siziliens mit diesen Ländern sehr zu gute kam.

    Leider sollten die kurzen Jahre des Friedens im Jahre 1464 auch schon wieder enden, als der Papst Ferrara den Krieg erklärte. Der sizilische Thronrat sprach sich einstimmig gegen die Aggression aus und sandte Pietro an der Spitze der Truppen gegen Rom. Wieder einmal brach Tumult in allen italienischen Gebieten aus, als Venedig, Aquileia und der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der Herrscher der Pfalz) Sizilien und Ferrara gegen den Papst und seinen einzigen Bündnispartner, das kleine Mantua.
    Mantua, in den bisherigen Konflikten neutral geblieben, sollte seine Enmischung teuer bezahlen, als sizilische Truppen im Jahr 1465 die Hauptstadt stürmten und die angrenzenden Gebiete in das Königreich Sizilien eingliederten. Venedig, dessen Truppen inzwischen die Festungen in der Romagna und in Urbino eingenommen hatten, trat in einem Separatfrieden die Romagna an Venedig ab. Es sollte nichts nutzen, sizilische Truppen nahmen kurz darauf alle Festungen in den Abruzzen und Rom, während Urbino von Aquileia belagert und genommen wurde. Der Papst hatte keine andere Möglichkeit, als sich auf die Abgabe der Abruzzen an Sizilien, eine eher symbolische Geldzahlung und die Unabhänigkeit Urbinos zu ermöglichen. Der Krieg resultierte in effektiveren Waffenschmieden und damit einer Verbeßerung der sizilischen Regimenter (Heerestechnologie 8). Die guten Beziehungen zu Aquileia ermöglichten es dem König, Durchzugsrechte durch die Gebiete des Erzbischofs zu bekommen.



    Urbino, nach der Unabhänigkeitserklärung schon in einem Bündnis mit Sizilien, gewährte Sizilien Hafenrechte, eine Verbindung zwischen dem Kronprinzen Urbinos und einer Nichte des sizilischen Herrschers verbesserte die Beziehungen. Handel und Wandel verbesserte sich (Handelstechnologie 9), und eine Staatsehe mit Naxos geschlossen.
    Die geschlossenen Allianzen und Staatsehen hätten eigentlich zu einer Phase des Friedens führen sollen, so Pietros Kalkül. Er hatte aber nicht mit dem Ergeiz seines Verbündeten Aquileia gerechnet. In Allianz mit dem Erbistum Salzburg und Schlesien griff Aquileia die Toskana an, die von Venedig, Mailand, Genua und dem Papst verteidigt wurde. Pietro sah die Gelegenheit, er folgte dem Ruf des Verbündeten und fiel in Rom ein, während andere sizilische Einheiten die venezianischen Besitzungen, die an Parma und Pisa angrenzten, belagerten. Aquileia, bewußt das es als geistlicher Staat das Wohlwollen der Christenheit benötigte, schloß einen schnellen Separatfrieden mit dem Papst, während sizilische und aquileianische Einheiten schnell und effektiv die Regimenter Venedigs und Mailands ausschalteten und eine Festung nach der andern stürmten.

    Im Jahr 1469, noch zu Beginn der Kampfhandlungen, beschlossen der König und seine Berater, den Ideen einer kleiner Gruppe von Militertheoretikern zu folgen und führten den Militärischen Drill als neue Grundlage der Militärideologie ein (Regierungstechnologie 9). Aufgrund der Überlegenheit der sizilischen Truppen wurde auch ein sizilischer General der Feldmarschall der Allianztruppen, die Aquileia gegen einen Angriff Kroatiens und Ungarns verteidigten. Die Reparationszahlungen Ungarns spülten ein wenig Gold in die ziemlichen leeren Schatzkammern Siziliens.

    1471, drei Jahre nach Beginn des Kampfes, schloß Venedig einen Frieden mit Sizilien und trat die lächerliche Summe von 25 Dukaten und, viel wichtiger, Modena und Siena an Sizilien ab, während seine weiteren Gebiete, von Siziliens Truppen geräumt, von den Heeren Aquileias überrannt wurden.



    Die erfolgreichen Kriege Pietros hatten Sizilien auf einen neuen Höhepunkt geführt. Die Inseln Sizilien und Malta und die Gebiete, die vorher das Königreich Neapel ausgemacht hatten, konnten wieder mit Fug und Recht “Das Königreich Beider Sizilien” genannt werden, die kontollierten Gebiete in Oberitalien würden die Grundlage weiterer Eroberungen in dieser Region sein. Zwei Vasallen, Savoyen und Portugal, führten weiterhin Tribut an den Hof in Palermo ab und vergrößerten Macht und Ruhm Siziliens.
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  15. #15
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    von_Rundstedt: Sizilien ist immer noch trinkfest und arbeitsscheu, mit der Treue zur Kirche ist's nicht mehr soweit her. Scheint, als muesste ich mir einen neuen Wahlspruch zulegen. Mal sehen, was mir einfaellt.

    Wo ist denn eigentlich der Rest von den Leuten, die auf meinen Anfragethread geantwortet haben?

    Der naechste Teil wird wahrscheinlich etwas laenger und kommt Sonntagabend.
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  16. #16
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    Hier!

    Liest sich gut, vielleicht mal etwas zur gesamtlage... gibt es russland? gibt es schon kolonien und wenn ja von wem? ist portugal weg? etc.

  17. #17
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    Zur Gesamtlage:

    Noch sind keine Entdeckungen bekannt geworden, Spanien und England haben aber schon Quest for the New World. Die ersten Kolonien werden u.a. Thema des naechsten Teils sein.

    Portugal gibt's noch, ist mein Vasall, hat aktuell allerdings nur noch drei Provinzen. Ein Screenshot, der die iberische Halbinsel zeigt, kommt.

    Die Lage im Osten, nicht sicher, wie es zum Ende des aktuellen Teils war, allerdigs gibt es noch kein Russland, Moskau und Novgorod kaempfen noch um die Vorherrschaft. Da aber diese Entwicklungen wenig Einfluss auf mein Spiel gehabt haben, hab ich auch wenig drauf geachtet. Polen ist aber relativ stark.

    Im Deutschen Reich hat Daenemark eine Hegemonie im Norden etabliert und einiges an Gebieten unter Kontrolle gebracht. Oesterreich war bisher eher ruhig.

    Frankreich ist immer noch dabei, seine Vasallen zu annektieren, Burgund wird langsam aber sicher abgenagt.
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  18. #18
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    Teil 5 Jenseits Italiens

    In den folgenden Jahren versuchte Pietro, Heer und Flotte neu zu organisieren. Zweimal lehnte er es ab, den Papst anzugreifen, einmal auf Anfrage Ferraras und einmal als Verbündeter Urbinos. Dies tat seinem Ansehen im Ausland nicht gut, war aber notwendig, um die innere Stabilität Siziliens zu gewährleisten.

    Aquileia, wichtiger Verbündeter Siziliens hatte inzwischen einen Frieden mit Venedig ausgehandelt, daß dem Bischof die Kontrolle über Treviso gab. Die Werften des Königreiches wurden modernisiert (Flottentechnologie 8) und die Händler enteckten neue Wege, um den Zahlungsverkehr zu beschleunigen (Handelstechnologie 10). Eine eneute Allianz mit Urbino stabilisierte die Lage in Mittelitalien. Eines der großen Probleme Siziliens lag darin, daß zuviel Aufwand betrieben werden mußte, um die neu eroberten Gebiete auch verwaltungstechnisch ins Reich einzugliedern und deswegen kaum Steuern an die Kanzelei in Palermo abgefürht wurden. Dieser Eingliederungsprozeß wurde in Neapel im Jahr 1474 abgeschlossen, und dringend benötigte Mittel für die Armee und die über Jahre schändlich vernachlässigte Flotte begannen zu fließen. Zugleich wurde die strategische Lage Siziliens durch eine Allianz mit Kastilien verbessert. Um weitere Forschung zu beschleunigen, erließ der König Maßnahmen, um Erfinder und Forscher zu fördern (Innovativ +1). Ein neuer Staatsmann (3*) wurde bei diesem Prozeß entdeckt und an den Hof berufen.

    Die engeren Verbindungen zu Kastilien führten dazu, daß im Jahr 1475 die Lage von neuentdeckten Inseln im großen Ozean bekannt wurden. Die Azoren sollten in späteren Jahren von Kastilien besiedelt werden. Madeira aber wurde nach Bekanntwerden der Lage ein Heimathafen für Fischer aus Sizilien. Die Anwerbung eines fähigen Navigators (5*) ermöglichte die Entsendung einer Delegation, die die königliche Standarte auf der Insel aufpflanzte und sie damit für den König in Besitz nahm. Zum ersten Mal in der Geschichte hatte Sizilien Gebiete außerhalb Italiens.

    Die finanzielle Belastung durch die neue Kolonie führten zu einer Phase der gespannten Ruhe im Reich. Die Armeeführung war nicht begeistert, daß eine große Menge der vorhandenen Mittel in die Entsendung neuer Siedler nach Madeira investiert wurde, während die Armee die Aufstände in den neu eroberten oberitalienischen Gebieten zu unterdrücken hatte, aber kaum jemals ausreichend Mittel zur Besoldung der Truppen vorhanden waren.

    Im Jahr 1476 traute der Konig dem Vasallen Savoyen soweit, daß eine Allianz geschlossen und damit savoyardische Einheiten mit sizilischen in einer Schlachtlinie stehen konnten. Das Jahr 1477 brachte eine Änderung auf der politischen Landkarte der Appeninenhalbinsel. Die von Aufständen gegen die neuen venzianischen Herren erschüttert Provinz Romagna erklärte, daß sie sich wieder unter die Herrschaft des Papstes begeben wollte. Venedig hatte keine Truppen, um dies zu verhindern und das Banner des Petrus wehte wieder über den Festungen.
    Im gleichen Jahr gab es eine Bewegung in Palermo hin zur Gründung von größeren Werkstätten, in denen Handwerker verschiedenster Ausrichtungen zusammenarbeiten konnten (Regierungstechnologie 9). Trotz der finanziellen Schwierigkeiten investierte der König in den folgenden Jahren große Summen, um solche Werkstätten in allen Provinzen zu errichten und die Steuereinnahmen damit zu steigern.

    Im Jahre 1478 erklärte Venedig Urbino den Krieg, und Sizilien kam seinem Verbündeten zu Hilfe. Ein Bündnis aus Aquileia, Urbino und Genua unter Führung Siziliens kämpfte gegen den Agressor Venedig und dessen Verbündete Ungarn und Bayern. Während Ungarn nach Zahlung von 100D schnell aus dem Krieg augeschieden war, gewährte Österreich den sizilischen Truppen Durchzugsrechte. Trotzdem konzentrierten die sizilischen Generäle ihre Kriegsanstrengungen auf venezianische Gebiete.
    Im Jahr 1479 entließ Venedig sein letztes Überseegebiet, das Fürstentum Athen, in die Unabhänigkeit, um Frieden mit Urbino zu schließen. Die Bevölkerung Athens beschloß allerdings, den Anspruch Siziliens auf das Gebiet nicht mehr anzuerkennen.
    Aquileia gewährte Venedig einen Waffenstillstand ohne Reparationszahlungen. Zu diesem Zeitpunkt waren Verona und Florenz unter Belagerung von genoesischen Truppen, während Venetia von sizilischen Truppen bestürmt wurde.
    In einem Friedensschluß im Jahr 1481 verlegte Venedig seine Hauptstadt nach Florenz und trat die Stadt Venedig und die kläglichen Reste der Schatzkammern (75D) an Sizilien ab.



    Das uralte Handelszentrum, jetzt unter Kontrolle von Sizilien, würde den Handel des Reiches stärken und Steuereinnahmen deutlich erhöhen.

    Im selben Jahr entwickelten einige Edlen das Konzept einer Adelsrepublik und trugen dem König ihr Ansinnen vor (Regierungstechnologie 10), der sie jedoch unter großem Gelächter des Hofstaates ins Exil auf die Insel Madeira schickte.
    Trotzdem schickten selbst diese Exilanten nach dem tragischen Tod des Königs im kommenden Jahr eine aufrichtig trauernde Delegation, zu viel Ruhm und Reichtum hatte dieser König ins Reich gebracht.

    Sein Nachfolger allerdings, der junge Pietro V, wurde von vielen als eine Strafe Gottes gesehen.



    Zum Glück wirkten einige erfahrene Mitglieder des Hochadels im Hintergrund und lenkten die Entscheidungen des Königs, was aufgrund der geringen geistigen Kapazität nicht schwierig war.

    Im Jahr 1484 wurde Madeira das Stadtrecht verlieren, das Senden von Siedlern hatte endlich zu einer ausreichenden Bevölkerungszahl geführt. Das nächste Jahr brachte einen erneuten Krieg, als der Papststaat in Urbino einfiel. Als langjähriger Verbündeter Urbinos war ein Eingreifen Siziliens zwangsläufig und ein kurzer Krieg endete damit, daß der Papststaat seine Ansprüche an den Abruzzen aufgab und 133 D zahlte.
    Eine neue Flottentaktik (Flottentechnologie 9) ermöglichte Siziliens Flotten das Blockieren feindlicher Häfen. Der erneute Krieg hatte gezeigt, daß besser ausgebildete Truppen überlegen waren, und die Rekrutierungs- und Ausbildugnspraktiken wurden entsprechend verbessert (Qualität +1). Trotz Pietros Einfältigkeit gelang es ihm, eine Staatsehe mit Kastilien einzugehen und seine Schwester and den König von Urbino zu verheiraten.
    Die Freude der Untertanen über die Eheschließungen wurde allerdings getrübt, als die Küsten des Reiches mehr und mehr von Piraten heimgesucht wurden. Die Admiralität richtete ein regelmäßiges Patroullieren der Kriegsgaleeren ein, die aber nur mittelmäßige Erfolge zeigte. Der Ausbau der Flotte wurde damit zur ersten Priorität und Gelder dafür angesammelt.

    Wie schnell sich allerdings Prioritäten verändern können, zeigte sich im Jahr 1488, als Aquileia dem Königreich Urbino den Krieg erklärte. Pietro konnte sich lange nicht entscheiden, wem er folgen sollte und entschloß sich seinen Verwandten in Urbino zu helfen. Außerdem kamen Venedig, der Papst und Mailand Urbino zu Hilfe. Die Kriegsanstrengungen wurden durch neue entwickelte Taktiken unterstützt (Heerestechnologie 9). Der Generalstab setzte sich für eine offensivere Kriegsausrichtung ein (Offensive +1).
    Österreich sah die militärische Stärke Siziliens und bot eine Allianz an, die von Pietros Beratern angenommen wurde, auch wenn das für den Krieg gegen Aquileia nicht von Belang war. Siziliens anderer großer Verbündeter Kastilien ersuchte um Hilfe gegen die Mauren in Marokko und bekam sie zugesagt. Sizilische Truppen waren allerdings zu stark in Kämpfe mit Aquileia verstrickt, als daß sie in Nordafrika einfallen könnten.
    Im Jahr 1491, nachdem eine Staatsehe mit Österreich geschlossen und Portugal in die militärische Allianz aufgenommen worden war, trat das gedemütigte Aquileia Verona und Treviso als Kriegsentschädigung and Sizilien ab.



    Im Jahr darauf, noch bevor Sizilische Truppen nach Marokko übergesetzt werden konnten, schloß Kastilien Frieden mit den Mauren und Algiers wurde in die Unabhänigkeit entlassen. Kastilien sollte den Frieden nicht genießen könen, weil der englische König einen Kriegsgrund gegen Kastilien fand und seinen Verbündeten Aragon in den kastilischen Gebieten einfiel. England weit weg und Aragon in Kastilien beschäftigt, die Sizilische Führung sah keinen Grund, dem Ruf der Kastilier nicht zu folgen. Aber wieder einmal kamen italienische Angelegenheit einer Hilfsexpedition auf die iberische Halbinsel in die Quere. Urbino, angegriffen vom Papst, rief Sizilien zu Hilfe und die neu ausgerüsteten (Heerestechnologie 10) sizilische Truppen rückten in Rom ein.
    Kastilien entließ Galicien in die Unabhänigkeit, um die aragonesischen Truppen loszuwerden, die die kastilischen Kernprovinzen verwüsteten.
    Im Jahr 1494 wurde der Papststaat ein Vasall Siziliens und zahlte eine kleine Kompensation.



    Im gleich Jahr erkannte auch Apulien die Sizilische Herrschaft uneingeschränkt an. Eine schlechte Weinernte senkte das sizilische Ansehen, aber der Weinimport verursachte einen Aufbau neuer Lagerhallen, die späteren Handel begünstigte (Handelstechnologie 11).
    Auch die Regierungskunst verbesserte sich (1495, Regierungstechnologie 11) und der König unterschrieb ein Gesetz, daß das Zwangsrekrutieren von Seeleuten für die Kriegsmarine erlaubte, weil ansonsten der geplante und notwendige Flottenaufbau nicht zu fianzieren gewesen wäre (Neue Idee: press gangs).

    Der andauernde Krieg Kastiliens und seiner Verbündeten mit England verwüstete beide Länder, während Sizilien und Algier wenig von den Kampfhandlungen sahen.
    Anno domini 1497 riefen irische Rebellen das Königreich Connaught aus und vertrieben die verhaßten Engländer von der grünen Insel.
    In diesen Jahren wurden einige neue Kriegsgaleeren vom Stapel gelassen und neue Regimenter ausgehoben.
    Im Jahr 1498 sah die Lage in Kastilien verzweifelt aus. Nicht englische Truppen oder Blockaden, nein, Rebellen verheerten das Land



    Sizilien reformierte im gleichen Jahr die Infanterie und richtete das Ideal am Galloglaigh-Stil irischer und schottischer Söldner aus, die viel effektiver waren als die bisherigen Infanterietaktiken (Heerestechnologie 11)
    England, durch Rebellionen im eigenen Land geschwächt und nicht in der Lage, eine Kriegsentscheidung herbeizuführen, schloß schließlich Frieden.

    In den folgenden Jahren brachten Expeditionen Nachricht über bisher unbekannte Gebiete in Asien. Die Flotte wurde durch weitere Galeeren erweitert und der Einfluß der Aristokratie auf Anraten der Kaufleute eingedämmt (Plutokratie +1). Neue Entwicklungen brachten Fortschritte in Produktion (10) und Schiffbau (10), wo erstmals Barken als leichte Kriegsschiffe gebaut werden konnten. Das war auch dringend notwendig, da die bisherige Flotte im Kampf gegen Piraten in der Adria schwer gelitten hatte. Aber wie immer in Sizilien, das Geld war knapp und der Flottenbau ging nur stockend voran.

    1502 schlossen sich Porto und Beira Portugal an, was den sizilischen Vasallen deutlich stärker machte.
    1503 wurde der Papststaat, seit kurzem unter der Oberherrschaft der Sizilischen Krone, in das Bündnissystem aufgenommen, das nun Kastilien, Österreich, Savoyen, Portugal, Urbino und den Papststaat umfaßte und zahlreiche Regimenter in den Kampf schicken konnte.

    Ferrara bettelte um eine sizilische Prinzessin für eine Staatsehe und wurde erhört, anders als zahlreiche andere Angebote für Staatsehen aus Ungarn oder von Mitgliedsstaaten des Heiligen Römischen Reichs. Eine Geldreform ermöglichte die Verpflichtung eines fähigen Münzwartes, der es schaffte, mehr Geld in die königlichen Schatullen umzuleiten, ohne die Inflation zu erhöhen.

    Der nächste Krieg auf italienischem Boden sollte nicht lange auf sich warten lassen. Im Jahre 1504, kurz nachdem eine Initiative der Kaufleute zur Errichtung einer Handelsrepublik gescheitert war (Regierungstrechnologie 12), griff Aquileia Urbino an. Sizilien griff ein, ebenso wie Mailand, wahrend Salzburg und Ferrara auf Aquileias Seite aufmarschierten. Sizilischen Generälen gelang es, Salzburg einzunehmen, wo unglaubliche Schätze aufgehäuft lagen. Der Erzbischof bot 1500 Dukaten an, damit er seine bergige Herrschaft zurückerhalten konnte, was Pietros Kriegsrat freudig angenommen wurde. Endlich hatte das Reich genug Kapital, um den dringlichen Flottenaufbau voranzutreiben und die Infrastruktur des Reiches zu modernisieren. Nicht so glimpflich davon kam Ferrara, das sofort nach der Einnahme der Hauptstadt ins sizilische Reich eingegliedert wurde.
    Als Pisa und Parma Kerngebiete des Reiches wurden, kam mehr lombardische Kultur als je zuvor an den Hof und diese Kultur wurde als gleichberechtigt mit der sizilischen anerkannt.
    Der Friede mit Aquileia kam im folgenden Jahr. Der Bischof mußte alle Gebiete außerhalb der Hauptstadt abtreten und seine Schatzkammern lehren. Die Edelmetallminen in diesen Gebieten sollten einen Rausch an Investitionen in neue Technologien auslösen und die Forschung beflügeln.



    Sofort wurden neue Caravellen gebaut, deren technische Voraussetzungen gerade gefunden worden waren (Marinetechnologie 11).
    Im Jahr 1507 erreichte den Hof Kartenmaterial von Inseln weit draußen im Atlantik, zu weit entfernt von allen sizilischen Häfen. Die Karibik war entdeckt.
    Völlig unerwartet brach wieder ein Krieg über das Reich herein. Siziliens langjähriger Vasall Savoyen wurde von französischen Horden überrollt. Truppenaushebungen wie noch nie zuvor in der sizilischen Geschichte fanden statt und 6 Kavallerieregimenter und 4 zusätzliche Infanterieverbände wurden aufgestellt und mehr Karavellen gebaut.
    Sizilien atmete auf, als Pietro V im Jahr 1509 starb und sein Cousin Ferdinando III den Thron bestieg.



    Im folgenden Jahr, nach mehreren erfolgreichen Schlachten gegen französische Truppen wurde die sizilische Armee jedoch langsam zurückgedrängt, die zahlenmäßige und technologische Übermacht der Franzosen und ihrer Vasallen wurde deutlich. Ferdinando war froh, mit der Abgabe der Provinz Savoyen und einer Entschädigungszahlung von 75 Dukaten Frieden mit Frankreich schließen zu können.



    Dem Friedensschluss folgte eine Explosion von Wissen und Technologie. Die Rechtssprechung wurde verbessert und ermöglichte die Einrichtung von Provinzialgerichten (Regierungstechnologie 15, 1510). Artillerie (Heerestechnologie 12) und Condottieri (Technologie 13, 1511) wurden rekrutierbar und die Truppenmoral verbesserte sich (Technologie 14, 1511). Die allgemeine Qualität der Truppen wurde erhoht (Qualität +1) und in der Folge ein neuer Kommandeur (6*) verpflichtet. Auch der Handel machte Fortschritte (Handelstechnologie 12, 1511). Pietro V verbesserte auch die Beziehungen zu Kastilien, Österreich und dem Kaiserhaus (Brandenburg) durch Staatsehen.
    Währenddessen geriet das osmanische Reich immer mehr unter Druck. Auf dem Balkan und in Griechenland regierten Rebellen, Expansionsmöglichkeiten waren durch die starken Nachbarn eher eingeschränkt.




    Während der Handel weiter gestärkt wurde (Handelstechnologie 15, 1515) errichteten Byzantinische Rebellen ein kleines Reich in ehemals osmanisch kontrollierten Gebieten. Mantua wurde vollständig in das Reich eingegliedert und bezahlte von nun an mehr Steuern an Palermo.
    Im Jahr 1515 erklärte Mailand Österreich den Krieg, um Erbschaftsansprüche in Urbino geltend zu machen. In der Folge wurde die mailändische Allianz mit Baden schnell von Österreich und seinen Verbündeten besiegt, was in der Vasallierung Badens und grossen Reparationszahlungen Mailands an Österreich resultierte. Urbino wurden von diesem Zeitpunkt an in einer Personalunion von Wien aus regiert.
    Aufsehenserregende Nachrichten kamen auch aus Bern, der Hauptstadt der Schweizer Eidgenossenschaft, als sie den religiösen Lehren eines ehemaligen Mönchs folgten, der mit der Oberherrschaft des Papstes brach. Bisher waren solche Ketzereien schnell von der Kirche unterdrückt worden, dismal jedoch war die Gefolgschaft so gross, dass es zu einem dauerhaften Schisma kam und von nun an von katholischem (päpstlichen) und protestantischem Christentum im Westen gesprochen wurde. Schon zwei Jahre später, unter dem Einfluss weiterer ehemaliger Priester und Mönche, teilte sich die protestantische Bewegung in zwei Teile auf, als sogenannte reformierte Gläubige die Kontrolle in Würzburg übernahmen. Im sizilischen Reich, vorerst nicht von religiösen Unruhen betroffen, machte der König Sorgen: schlechte Regierungspolitik brachte Unruhe, der König hatte einen Wahnsinnsanfall, sodas die Regierungsgewalt zeitweise vom Militär übernommen werden musste. Das seltsame Benehmen des Königs während der Audienzen beschämte den Hof und führte zu weiterer Instabilität. In dieser Phase der internen Unruhe wurden wenige aussenpolitische Missionen unternommen, die Unabhängigkeit Korsikas wurde garantiert und Hafenrechte auf Kreta verlangt und gewährt.
    Eine neue Serie von technologischen Entdeckungen verbesserten die Regierung (Technologie 16, ermöglicht Universität), Handel (14) und Produktion (12, 13, 14 Textilmanufaktur) und die Marine (12), die Zukunft sah gut aus für Sizilien.
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  19. #19
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    Endlich wieder ein deutscher AAR und von einem meiner Lieblingsländer, Sizilien!

    Was steht nach der baldigen Einigung von Italien an?

    Ein Expedition nach Algerien und Marokko? Der Griff nach Ägypten?

    Eine Expansion nach Griechenland und dem Balkan?

    Oder eine Expansion in die neue Welt?

  20. #20
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    Danke fuer die Rueckmeldung. Sizilien ist deutlich interessanter zu spielen als ich dachte, zumindest waehrend der ersten 100 Jahre

    Einigung Italiens? Da gibt es ein kleines Problem namens Oesterreich, mal sehen...

    Algerien und Marokko? Sand und Steine? Aegypten? Ich wollte schon immer mal die Pyramiden anfassen

    Griechenland und Balkan? Ich dachte zweiteres waere ein unerlaubtes Thema.... Nein? Ich koennte mich an ein paar griechische Inseln gewoehnen, fuer den Hofstaat zum Urlaubmachen und Ruinen anschauen.

    Die neue Welt. Tja, fuer irgendwas muss sich die Kolonialisierung Madeiras lohnen.

    Nur die Goetter (und Kerry) wissen's...
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